Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 14.01.2019


Bezirk Landeck

Gerade jetzt: Training für Freerider reduziert Risiko

Üben für den Notfall: Auch der Umgang mit Sonde und Schaufel wird trainiert.

© Heli DüringerÜben für den Notfall: Auch der Umgang mit Sonde und Schaufel wird trainiert.



Bereits in der ersten Jännerwoche fand der Auftakt zur aktuellen „risk 'n' fun"-Saison, dem Ausbildungsprogramm der Alpenvereinsjugend für Freerider, am Kaunertaler Gletscher statt. Es waren intensive Tage, geprägt von tiefen Temperaturen, Wind und massiven Niederschlägen. Ein besseres Lernfeld für umsichtiges Handeln und Entscheiden hätten sich die 20 Teilnehmer gar nicht wünschen können. Ab 19. Jänner geht es in Serfaus-Fiss-Ladis mit dem Training (Level 1) weiter.

Es sind jeweils zehn Freerider gemeinsam mit einem Trainer und einem Bergführer/Snowboardführer an vier Tagen im Gelände unterwegs. „Wahrnehmen — beurteilen — entscheiden" ist dabei der inhaltliche Leitsatz. Was bedeutet zum Beispiel die Lawinenwarnstufe 3 übersetzt auf das Gelände vor Ort? Was ist bei der Abfahrt zu beachten? „Wir ermöglichen so Jugendlichen und Erwachsenen, sich viel Wissen rund ums Freeriden anzueignen, um selbst solide Entscheidungen für oder gegen eine Abfahrt im Gelände treffen zu können.

Die aktuelle Situation ist natürlich außergewöhnlich und erfordert absolute Zurückhaltung. Es gibt aber Gott sei Dank auch sehr viele Tage im Winter, an denen umsichtige Entscheidungen im freien Skiraum pures Freeridevergnügen zulassen", erklärt Stefan Mangott, GF Seilbahn Komperdell, Serfaus. Von Serfaus-Fiss-Ladis geht's ins Kühtai. Infos unter www.risk-fun.com. (TT)