Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.03.2019


Bezirk Kitzbühel

Kitzbühel hofft auf den Interski-2023-Zuschlag

In einer Woche bricht eine Kitzbüheler Delegation nach Bulgarien auf. Sie will die „Olympischen Spiele“ für Skilehrer nach Kitzbühel holen.

Die Ski-Demos (im Bild das österr. Demo-Team) sind ein Teil des Interski-Kongresses. Kitzbühel bewirbt sich für die Austragung, der Zuschlag soll am 21. März erfolgen.

© LapperDie Ski-Demos (im Bild das österr. Demo-Team) sind ein Teil des Interski-Kongresses. Kitzbühel bewirbt sich für die Austragung, der Zuschlag soll am 21. März erfolgen.



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Seit vier Jahren laufen die Vorarbeiten und nun ist es bald so weit. Kitzbühel bewirbt sich für den Interski-Kongress 2023, dieser wird gerne als die „Olympischen Spiele des Skischulwesens“ bezeichnet. Bestimmt wird der nächste Austragungsort beim heurigen Interski-Kongress, der vom 16. bis 22. März in Pamporovo in Bulgarien stattfindet. Kitzbühel wird zu dem Kongress mit einer großen Abordnung reisen, um für seine Kandidatur zu werben. Höhepunkt ist dann am Donnerstag, den 21. März. An dem Tag erfolgt die Vergabe des Kongresses für 2023.

Neben Kitzbühel bemüht sich auch der finnische Skiort Levi um die Austragung, übrigens schon zum dritten Mal. Doch die Kitzbüheler wollen die Gunst der maximal 38 Stimmberechtigten auf ihre Seite ziehen. Dem Interski-Dachverband, welcher 1951 in Lech gegründet wurde, gehören 35 Nationen an. Jede Nation kann einen Stimmberechtigten stellen.

Bereits in den vergangenen beiden Jahren wurden verschiedenste Interski-Delegationen in Kitzbühel begrüßt, ihnen wurde die Infrastruktur in der Stadt präsentiert.In Pamporovo selbst wird Kitzbühel mit einer großen Delegation vertreten sein, dazu wird auch ein Kitzbühel-Abend stattfinden und das „Orange House“ am Demo-Hang wird für den Zeitraum der Veranstaltung zum „Kitzbühel-House“. Dort wird Kitzbühel mit Tiroler Spezialitäten aufwarten, die von Haubenkoch Andreas Wahrstätter und seinem Team zubereitet werden.

„Wir wollen vor Ort unsere Kompetenzen unterstreichen und auch die Partner wie die Bergbahn Kitzbühel, den Skiclub und die Skischulen vorstellen. Damit können wir zeigen, dass wir alle an einem Strang ziehen“, sagt TVB-Präsidentin Signe Reisch. Sie ist überzeugt, dass die Erwartungshaltung sehr hoch sein wird. „Das ist sie immer, wenn Kitzbühel etwas macht. Diese wollen wir auch erfüllen“, betont Reisch.

Die Kandidatur der Kitzbüheler ist vor allem auf kurzen Wegen aufgebaut. So wird der Ganslernhang für die Ski-Demos und der K3-Kitz-Kongress, nur wenige hundert Meter daneben, für die Vorträge genutzt. Zudem wird die Nachhaltigkeit hervorgehoben, so ist geplant, am Ganslernhang die Tribüne vom Hahnenkammslalom für den Interski-Kongress zu nutzen. Deshalb soll die Veranstaltung im Jahr 2023 auch in der Folgewoche des Hahnenkammrennens stattfinden. Der Schwerpunkt der Vorträge soll vor allem auf den Themen Kinder und Wiedereinsteiger liegen. Erwartet werden zu dem Kongress an die 2500 Teilnehmer. Die Kosten werden vom TVB mit 1,5 bis zwei Mio. Euro beziffert. Zuschüsse dafür gibt es laut Reisch vom Land und Bund. „Diese sind schon bestätigt“, sagt Reisch. Einen Tipp für die Vergabe will sie nicht abgeben. „Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt wurde. Ich bin hier sehr zurückhaltend“, sagt Reisch.




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