Letztes Update am Mi, 20.03.2019 12:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Anpfiff geglückt: „TnT Sportsbar“ ist Treffpunkt für Sportsfreunde

Mit Freunden zusammensitzen und in aller Gemütlichkeit mit der Mannschaft mitfiebern: In der „TnT Sportsbar“ in Innsbruck werden Sportsfreunde nicht vertröstet, sondern Livesport großgeschrieben. Das Konzept nistet sich in eine Nische ein.

Die Brüder Martin und Florian Trost aus Innsbruck haben sich den Traum von der eigenen Sportsbar erfüllt – nach englischem Vorbild.

© TrostDie Brüder Martin und Florian Trost aus Innsbruck haben sich den Traum von der eigenen Sportsbar erfüllt – nach englischem Vorbild.



Von Tamara Stocker

Innsbruck — Die vielen Bildschirme an den Wänden, 17 sind es an der Zahl, sind gleich ein Blickfang. Ein Anblick, wie man ihn normalerweise nur aus Wettbüros kennt. In der „TnT Sportsbar" im Innsbrucker Stadtteil Wilten muss man aber schon etwas genauer hinsehen. Denn Spielautomaten werden Besucher hier, in der Müllerstraße 27, nicht finden.

„Von Wettbüros wollen wir uns ganz klar abgrenzen.“
Florian Trost (TnT Sportsbar)

„Nein, wir sind kein Wettlokal", weiß Martin Trost (28) die eingangs irritierten Blicke bereits zu deuten. Viele seien darüber positiv überrascht. Sein Bruder Florian (26) pflichtet ihm bei: „Wir wollen uns da ganz klar abgrenzen." Viele würden typische „Sportsbars", wie sie etwa in England an jeder Ecke zu finden sind, gar nicht kennen.

- Stocker

Internationaler- bis Lokalsport

Und tatsächlich ist die „TnT Sportsbar" mit ihrem geselligen Flair ein Novum in Innsbruck. Denn das Angebot an sportlich ausgerichteten Bars ist hier — mit Ausnahme der Sportsbar in der Olympiaworld — recht dürftig. Ein, zwei Bildschirme, bei Groß­ereignissen vielleicht mal eine Leinwand, sind in einzelnen Lokalen meist das höchste der Gefühle. Und in den schummrigen Wettbüros fehlt es am Gemütlichkeitsfaktor.

Mit viel Liebe zum Detail ist hingegen das Tiroler Brüderpaar ans Werk gegangen. Auf 250 Quadratmetern verteilen sich nicht nur rund 70 Sitzplätze und eine Bar mit großem Bierangebot, auch Tischfußball, Darts und deftige „Seelenkost" laden zum Verweilen ein.

Auch WSG-Stürmer Milan Jurdik und die Mittelfeldspieler Felix Adjei und Dino Kovacec statteten Florian (2.v.l.) und Martin (r.)  bereits einen Besuch ab.
Auch WSG-Stürmer Milan Jurdik und die Mittelfeldspieler Felix Adjei und Dino Kovacec statteten Florian (2.v.l.) und Martin (r.) bereits einen Besuch ab.
- Trost

Auf den Monitoren laufen internationale Sportbewerbe. Sieben Tage die Woche. „Natürlich viel Fußball, weil die Nachfrage dort am größten ist. Wir wollen aber auch weniger populäre Sportarten mit einbringen und setzen uns da eigentlich auch keine Grenzen", erklärt Martin. Von Football, Rugby über Tennis bis zu Volleyball oder Eishockey soll alles seinen Platz finden.

Auch der regionale Sport kommt nicht zu kurz. Weder auf den Bildschirmen noch an den Wänden, wo sich bereits heimische Sportvereine wie der FC Wacker, die Raiders oder die Alpenvolleys mit Trikots verewigt haben. „Wir wollen da auch in Sachen Übertragungen oder Kooperationen auf jeden Fall eine Anlaufstelle sein, wenn es da bei Tiroler Vereinen Bedarf gibt", sagt Florian.

- Stocker

Eigene Idee umgesetzt

Pünktlich zum Superbowl Anfang Februar öffnete die „TnT Sportsbar" ihre Tore. Der Traum von einer eigenen Bar sei „immer schon irgendwie dagewesen". Auch, weil die Brüder auf der Suche nach geeigneten Lokalen selbst oft verzweifelten. Richtig gereift ist der Plan dann vor etwa anderthalb Jahren. „Wir haben uns lange Zeit gelassen, weil wir nach einer eigenen Idee gesucht haben." Entstanden ist nun ein Treffpunkt für Sportsfreunde, die gemeinsam eine gemütliche Zeit verbringen wollen.

Die drei Worte „Pub, Sports, Friends" seien ihre Philosophie und würden nicht umsonst im Logo ihren Platz finden, betonen Martin und Florian. Und der Name „TnT" stehe nicht etwa für den gleichnamigen Sprengstoff, sondern schlicht für „Trost und Trost". Ein Blindgänger dürfte die Sportsbar also nicht sein. Wetten?

Zu der signierten Trikotsammlung der heimischen Vereine gesellen sich auch Namen wie Kletterweltmeister Jakob Schubert, Basketballer LeBron James oder die Tormaschinen Zlatan Ibrahimovic und Cristiano Ronaldo (Bild).
Zu der signierten Trikotsammlung der heimischen Vereine gesellen sich auch Namen wie Kletterweltmeister Jakob Schubert, Basketballer LeBron James oder die Tormaschinen Zlatan Ibrahimovic und Cristiano Ronaldo (Bild).
- Stocker / Trost