Letztes Update am So, 14.04.2019 09:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Was für ein Esel: Lasttiere sind wieder „groß in Mode“

In der Antike wurde seine Potenz verehrt, in der Bibel seine Sanftmut gepriesen. Esel sollen störrisch sein, sie sind aber klug, belastbar, unerschrocken – und nicht nur am heutigen Palmsonntag ein Thema.

Im Tragtierzentrum Hochfilzen werden seit drei Jahren wieder Esel ausgebildet.

© BundesheerIm Tragtierzentrum Hochfilzen werden seit drei Jahren wieder Esel ausgebildet.



Von Silvana Resch

Die Pubertät war eine harte Zeit, jetzt mit 14 Jahren ist Kevin heraußen. „Zum Glück“, sagt Herta Sprenger. Er soll ein echter Rüpel gewesen sein. Heute ist er die Sanftmut in Person. Anschmiegsam, aufgeschlossen, freundlich. Der Esel kann sogar Komplimente machen – er will aber nicht. „Wir haben schon lange nicht mehr geübt“, erklärt Sprenger. Dabei wirkt es nicht so, als ob Kevin nicht mehr wüsste, wie man einen Knicks macht. „Warum sollte ich?“, scheint er sich vielmehr zu denken. Die ungeteilte Aufmerksamkeit ist ihm ohnehin gewiss. Ruhig und bedächtig steht er da, dann schreitet er für den Fotografen noch einmal würdevoll über die Koppel. Schließlich schmiegt er sich an Herta Sprenger. Zeit für Streicheleinheiten. Kevin ist ein Herzensbrecher – und er weiß es.

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