Letztes Update am So, 05.05.2019 07:30

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Sand im Getriebe: Rad-Marathon durch die Wüste

Das „Titan Desert“ führt eine Woche lang durch die Wüste Marokkos und gilt als Rallye Dakar für Mountainbiker.

Knapp 600 Kilometer und etwas mehr als 6000 Höhenmeter fehlte ihnen noch, als dieses Foto vor einigen Tagen auf der ersten Etappe eines Etappenrennens geschossen wurde.

© AFP/Frank FifeKnapp 600 Kilometer und etwas mehr als 6000 Höhenmeter fehlte ihnen noch, als dieses Foto vor einigen Tagen auf der ersten Etappe eines Etappenrennens geschossen wurde.



Von Matthias Christler

Beeindruckende Aufnahmen entstehen bei dem Rennen allemal.
Beeindruckende Aufnahmen entstehen bei dem Rennen allemal.
- AFP

Sportlicher Ehrgeiz am Rand der Verrücktheit und die Lust an der Qual sind noch selten so schön zusammengefasst worden wie auf diesem Foto. Es schmerzt schon beim Hinschauen. Und jeder, der schon einmal mit dem Mountainbike auf einem leicht sandigen Untergrund auf einem Almweg hinaufgeradelt ist und dabei die Räder etwas mehr durchdrehten als sonst, kann mitfühlen, die Hitze erahnen und den salzigen Schweiß schmecken.

Das Mitleid wird noch größer, wenn man eines weiß: Die Sportler, die nach dem Motto „Wer sein Rad liebt, der schiebt“ durch den Sand stolpern, haben noch einen weiten, sehr weiten Weg vor sich. Knapp 600 Kilometer und etwas mehr als 6000 Höhenmeter fehlte ihnen noch, als dieses Foto vor einigen Tagen auf der ersten Etappe eines Etappenrennens geschossen wurde.

Der Weg ist weit und hügelig.
Der Weg ist weit und hügelig.
- AFP

Das „Titan Desert“ führt eine Woche lang durch die Wüste Marokkos und gilt als Rallye Dakar für Mountainbiker. Der Vergleich ist für die mehreren hundert Teilnehmer eine Beleidigung. Ihr Motor nennt sich Kreislauf und droht, jeden Tag durch einen Hitzeschlag außer Gefecht gesetzt zu werden. Aus dem Mitleid wird jetzt langsam eher Sorge, vielleicht auch Unverständnis.

Der Fotograf Franck Fife hat die abenteuerlustigen Radfahrer begleitet und noch weitere intensive Einblicke bekommen. Bei Großaufnahmen von Gesichtern ist es schwer zu sagen, ob die „Titanen der Wüste“ lachen oder gequält weinen. Vermutlich eher Zweiteres. Auf einer anderen Aufnahme stürzt ein Dünenbiker mit dem Kopf voraus über eine sandige Kuppe. Vielleicht kommt ihm während des Fluges kurz der Gedanke, ob das die knapp 2000 Euro Startgebühr wert war.

"Wer sein Rad liebt, der schiebt" bekommt hier eine ganz eigene Bedeutung.
"Wer sein Rad liebt, der schiebt" bekommt hier eine ganz eigene Bedeutung.
- AFP

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