Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 31.05.2019


Osttirol

Beliebter Kreativcampus dauert heuer zwei Wochen

Die Kunst- und Handwerksworkshops für junge Menschen beginnen am 4. August in der Lienzer Tammerburg. Die Anmeldefrist läuft.

Beim Kreativcampus Osttirol gibt es Workshops für Architektur, Theaterspiel und vieles mehr.

© Bernhard KrauseBeim Kreativcampus Osttirol gibt es Workshops für Architektur, Theaterspiel und vieles mehr.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Heuer findet zum sechsten Mal der Kreativcampus Osttirol statt. Das Programm wendet sich an Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren, die in den Sommerferien Lust haben, selbst etwas zu schaffen. Angeboten werden Workshops zu Architektur, Musik, Fotografie und vielem mehr, Ort ist die Tammerburg in Lienz.

Das Besondere am heurigen Kreativcampus: Er wurde von einer auf zwei Wochen verlängert, erklärt Claudia Moser vom veranstaltenden Verein „Spielfeld Kultur“. Das Programm ist sehr beliebt, und schon jetzt habe man zahlreiche Anmeldungen. „Es gibt Kinder, die schon seit dem ersten Campus dabei sind“, sagt Moser. „Damit wir uns finanziell leichter tun, gibt es diesmal kein Mittag­essen. Die Teilnehmer werden gebeten, selbst eine Jause mitzubringen.“

Die offizielle Eröffnung des Kreativcampus ist am Sonntag, den 4. August. Um 19 Uhr spielt Pianist Florian Weiler Musik von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Das Konzert ist öffentlich zugänglich, Eintritt: freiwillige Spenden. Am Montag, den 5. August, starten die Workshops. Sie dauern jeweils von 10 bis 14 Uhr, wobei die Tammerburg schon ab 9 Uhr geöffnet ist.

Spielfeld-Kultur-Organisatorin Claudia Moser präsentiert den Folder mit dem umfangreichen Programm des heurigen Kreativcampus.
Spielfeld-Kultur-Organisatorin Claudia Moser präsentiert den Folder mit dem umfangreichen Programm des heurigen Kreativcampus.
- Oblasser

„Unter den Workshop-Leitern sind viele Osttiroler Fachleute und Künstler“, freut sich Claudia Moser. „Zum Beispiel Benjamin Zanon, der das Thema Bildhauerei behandelt.“ Mit dabei sind auch Architekt Peter Jungmann, Filmemacher Alexander Vittorio Papsch-Musikar und die beiden Designer des international erfolgreichen Büros „Aberjung“, Christoph Aschaber und Lukas Jungmann. Es gibt zwei Architektur-Workshops, ein Tanzlabor, Werkstätten für Fotografie, Gestaltung, Film, Gesang, Musik und Theaterspiel sowie eine Radiowerkstatt. Je nach Kurs können zwischen zehn und 22 Kinder bzw. Jugendliche maximal teilnehmen.

Die Standardkursgebühr für eine Woche beträgt 120 Euro, allerdings gibt es Ermäßigungen für die zweite Woche und für Geschwisterkinder. Eltern, die sich mit der Bezahlung der Gebühr schwertun, können auf ein Stipendium hoffen, sagt Claudia Moser. „Wir haben etliche Sponsoren, die uns beim Kreativcampus unterstützen. Dadurch ist es möglich, Plätze in den Workshops billiger oder kostenlos zur Verfügung zu stellen.“

Infos darüber sowie über das Programm, das sich auf die zwei Wochen vom 5. bis 17. August verteilt, sind im Detail unter www.spielfeldkultur.com zu finden. Die Anmeldung ist unter office@spielfeldkultur.com oder unter 0676/3399 252 möglich.

Einblicke in die Welt des Kreativcampus gibt es auch für Nicht-Teilnehmer. Am Ende jeder Kurswoche findet eine Abschlusspräsentation der Workshops statt: Samstag, den 10. bzw. den 17. August, jeweils um 11 Uhr. Und am Feiertag, den 15. August, ist Tag der offenen Tür. Von 10 bis 12 Uhr sind alle Werkstätten für Interessierte geöffnet.