Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 12.06.2019


Osttirol

Isel und Drau als Eldorado für die besten Kanuten

Von 20. bis 22. Juni finden in Lienz sowohl die österreichischen als auch die deutschen Meisterschaften im Wildwasser-Kanu-Sport statt.

Armin Zöttl, David Piaskowski, TVB-Obmann Franz Theurl und BM Elisabeth Blanik (v. l.) bereiten seit einem Jahr die Meisterschaften vor.

© Christoph BlassnigArmin Zöttl, David Piaskowski, TVB-Obmann Franz Theurl und BM Elisabeth Blanik (v. l.) bereiten seit einem Jahr die Meisterschaften vor.



Von Christoph Blassnig

Lienz – In den letzten Wochen waren immer wieder Kanuten auf der Isel und der Drau im Stadtgebiet unterwegs. „Unsere Leute kennen die Gegend nur vom Durchfahren“, erklärt der aus Hessen stammende Kanusportler David Piaskowski. Er gerät ins Schwärmen, wenn er an die österreichischen und deutschen Wildwasser-Meisterschaften denkt, die nächste Woche in Lienz Premiere feiern. In diesem anspruchsvollen Sport sind die deutschen Kanuten auf Austragungsorte im Ausland angewiesen. „Wir haben einfach keine Flüsse dafür“, sagt Piaskowski, der die Bewerbe gemeinsam mit Armin Zöttl vom Osttiroler Kajakclub organisiert. „Die Rückmeldungen der Sportler nach ihren ersten Fahrten sind ehrlich gesagt sensationell. Osttirol ist ein Paddlerparadies. Niemand kannte diesen Geheimtipp bisher.“

Nicht nur die beiden Hauptflüsse haben es dem Wildwasser-Kanuten, der schon siebenmal beim Dolomitenmann mitgekämpft hat, und seiner Sportlergemeinde angetan. Piaskowski lobt auch das Defereggental, das Kalsertal und das Tauerntal. Einzigartig sei jedenfalls Lienz als Austragungsort. „Unsere Rennen mitten in einer Stadt ausüben zu können, das wird auch für unsere Sportler eine wunderbare Erfahrung.“

Die jüngsten der erwarteten 250 Teilnehmer aus Österreich und Deutschland sind zehn Jahre alt und treten jeweils an den Vormittagen in der Schülerklasse gegeneinander an. Die weltbesten Fahrer messen sich an den Nachmittagen, wobei am Donnerstag das Classicrennen ausgetragen wird. Am Freitag, 21. Juni, und am Samstag, 22. Juni, folgen Sprintrennen. Am Samstag erwartet die Zuschauer um 11 Uhr ein „Boaterrennen“ auf der Drau, bei dem vier Kanuten nebeneinander um die Plätze paddeln.

Die genauen Start- und Zielorte werden erst bekanntgegeben, weil die derzeitigen hohen Wasserpegel berücksichtigt werden müssen. Programmhefte werden aufgelegt. Die Siegerehrungen finden am Hauptplatz statt.


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