Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 13.06.2019


Bezirk Schwaz

Schlegeis 3000 Skyrace: Ein Rennen, das viele Bergläufer ans Limit bringt

Höher, schneller, gefährlicher – das Schlegeis 3000 Skyrace ist nichts für schwache Nerven. Rund 400 Bergläufer sind bereits gemeldet.

Beim Skyrace 3000 Schlegeis erwartet die vielen Teilnehmer eine anspruchsvolle Strecke, aber auch eine eindrucksvolle Bergkulisse.

© EberlBeim Skyrace 3000 Schlegeis erwartet die vielen Teilnehmer eine anspruchsvolle Strecke, aber auch eine eindrucksvolle Bergkulisse.



Von Eva-Maria Fankhauser

Ginzling – Es ist ein Lauf, der die Teilnehmer an ihre Grenzen bringt. Es geht über Stock und Stein, über Schneefelder, Kletterpassagen, in schwindelerregende Höhen, felsiges Gelände, steile Steige und das am besten in einem halsbrecherischen Tempo. Denn nur einer kann am 13. Juli das Schlegeis 3000 Skyrace und Trailrun im hintersten Zillertal gewinnen.

Der Ansturm auf das besondere Rennen am Schleg­eisspeichersee ist groß. Erst gestern entschlossen sich die Organisatoren, die Teilnehmerzahl zu erhöhen. Denn die Wartelisten füllten sich in den letzten Wochen immer mehr. 400 Teilnehmer sind bereits für die drei Bewerbe (Skyrun, Trailrun und Teambewerb) gemeldet. Darunter findet sich nicht nur die Elite des österreichischen Skyrunning-Nationalteams, sondern auch Läufer aus über 20 Nationen. „Da ist von Südafrika über die Ukraine, Russland, Finnland oder Spanien und Frankreich alles dabei“, sagt Roland Eberl vom Organisationskomitee.

Aber was ist ein Skyrace? Es wird als eine Steigerung zum Trailrunning gesehen. „Dabei wird das bekannte Trailrunning mit dem Bergsteigen vereint, und das auf extrem anspruchsvollen Strecken“, sagt Eberl. Dazu zählen Seilpassagen, Klettersteigelemente, ausgesetzte Felsgrate, Geröll- sowie Schneefelder und knackige Anstiege. Denn auf 33 Kilometern geht es für die rund 200 Skyrunner ans Limit. Sie müssen über 2380 Höhenmeter im An- und Abstieg schaffen. Der Großteil der Strecke führt auf über 2500 Metern Seehöhe entlang.

Gestartet wird am Schlegeisstausee. Von dort geht es zum Pfitscherjoch, wo die Läufer die österreichisch/italienische Grenze überschreiten, um dann entlang der Peter-Habeler-Runde das Unterschrammacherkar zu überqueren und dann zum 2900 Meter hohen Riepenkopf aufzusteigen. Weiter geht es über die Olpererhütte zur Schlüsselstelle auf der Friesenbergscharte – der höchste Punkt auf 2930 Metern. Nach einem Abstecher aufs Petersköpfl führt die Strecke vom Friesenberghaus ins Ziel am Stausee.

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Der viele Schnee, der derzeit noch auf der Strecke liegt, macht Eberl keine Sorgen. „Das wird sich bis zum 13. Juli schon ausgehen und ein paar Schneefelder gehören zum Skyrun dazu“, sagt Eberl. Für Christian Eder von der Bergrettung Ginzling ist der Renntag eine Herausforderung. Er ist zuständig für die Streckensicherheit. „35 bis 40 Leute werden entlang der Strecke im Einsatz sein. Damit wir schnell reagieren können, wenn etwas passiert“, sagt Eder. Ohne die Hilfe der Bergretter aus Tux und Mayrhofen sei so ein Rennen nicht umsetzbar.

Das Rennen beginnt am Samstag, 13. Juli, um 8.30 Uhr an der Staumauer. Weiters können um neun Uhr Trailrunner auf einer verkürzten Strecke an den Start gehen.

Die Zuschauer erwartet ein Rahmenprogramm an der Staumauer. Die Wanderwege bleiben laut Eder für alle geöffnet. Vor allem die Olpererhütte und das Friesenberghaus eignen sich zum Anfeuern.

Renninfos zu den Bewerben

Skyrace: Auf 33 Kilometern gilt es über 2380 Höhenmeter im An- und Abstieg zu meistern. Es geht vom Stausee zum Pfitscherjoch, über die Peter-Habeler-Runde zum Riepenkopf, vorbei an der Olpererhütte bis zur Friesenbergscharte auf 2930 Metern. Weiter zum Petersköpfel und über das Friesenberghaus wieder zum Stausee.

Trailrun: Die Teilnehmer müssen 17 Kilometer und einen Anstieg von über 1200 Höhenmetern bewältigen. Es geht über die Neumarkterrunde zur Olpererhütte über den Berliner Höhenweg Richtung Friesenberghaus und wieder bergab zum Stausee.

Trailrun Teambewerb: Die Strecke ist wie bei der Einzelwertung der Trailrunner dieselbe – nur wird hier im Team gelaufen.