Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 05.07.2019


Bezirk Reutte

Ansturm auf den Radmarathon im Tannheimer Tal

2300 Anmeldungen für Rad-Marathon im Tannheimer Tal bereits fix, Tendenz steigend.

„Sich die Kräfte gut einteilen“ lautet die Devise für die Teilnehmer der Marathon-Distanz. Der Startschuss fällt am Sonntag um 6 Uhr.

© TVB Tannheimer Tal/ Achim Meurer„Sich die Kräfte gut einteilen“ lautet die Devise für die Teilnehmer der Marathon-Distanz. Der Startschuss fällt am Sonntag um 6 Uhr.



Tannheim – Eine Großveranstaltung jagt im Tannheimer Tal die nächste. Am Sonntag, 7. Juli, steht das Tal wieder ganz im Zeichen des Rad-Marathons. Um 6 Uhr fällt der Startschuss für die Teilnehmer auf der Langdistanz über 220 Kilometer mit 3500 Höhenmetern. Um 7 Uhr starten jene über die 131 km und 92 km und um 8 Uhr beginnt das Rennen über die 58-km-Distanz. Start und Ziel befinden sich jeweils in Tannheim.

„Die Herausforderung und landschaftliche Schönheit der Streckenführung begeistern seit einem Jahrzehnt sehr viele Teilnehmer. Das ist auch ein Grund, warum beim Rad-Marathon die Runde weiterhin durchs Allgäu und über den Riedbergpass beibehalten wird“, sagt OK-Chef Michael Keller. Gestern am frühen Nachmittag waren bereits 2300 Starter gemeldet. Bis Sonntag könnten es laut Keller sogar 2600 werden. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es letztlich 2000. „Das ist schon ein riesiger Sprung“, so Keller.

Die Marathon-Distanz führt über Oberjoch, Jungholz, Wertach und Kranzegg nach Immenstadt. Von dort geht es über die Hörnerdörfer und Obermaiselstein auf den Riedbergpass – auf 1407 Meter, mit einer maximalen Steigung von 16 Prozent. „Eine harte Nuss, denn mit einer Länge von 8,7 Kilometern und 620 Höhenmetern hat es der Riedbergpass in sich“, meint Keller. Danach folgt die Abfahrt in den Bregenzerwald und anschließend ein 42 km langer und anspruchsvoller Anstieg bis zum Hochtannbergpass. Über Warth und das Lechtal geht’s zum Gaichtpass, der als letzte Hürde wartet. „Die 220 Kilometer stellen eine echte Herausforderung dar“, finden auch die Ex-Radprofis Marcel Wüst und Gerrit Glomser.

Die 131-km-Strecke wird als „Rad-Touristik-Fahrt“ gestartet. Auf der Teilnehmerurkunde wird die individuelle Zeit angeführt, es gibt aber keine offizielle Ergebnisliste. Dies trifft ebenso auf die 92- und 58-Kilometer-Strecken zu. „Die drei kürzeren Varianten erhöhen das Breitensport-Angebot und machen das Erlebnis Rad-Marathon auch Einsteigern möglich. Gestartet wird in Tannheim. An der Klimmbrücke in Elmen kann der Fahrer entscheiden, ob er Richtung Holzgau weiterfährt und damit die 131-km-Strecke bezwingt, oder dort wendet und die 92 km vollendet“, beschreibt Keller. Seit dem Vorjahr ist für Einsteiger auch eine 58-km-Strecke im Programm. „Hier sind alle Fahrräder erlaubt. Damit bieten wir der Jugend die Chance, dabei sein zu können“, so Keller abschließend. (TT, fasi)