Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.08.2019


Innsbruck

Patscherkofel: Abendfahrten erfreuen die Einheimischen

Die langen Öffnungszeiten am Kofel jeden Don­nerstag sind ein Besucher­magnet. Für Diskussionen sorgt indes das Transportverbot für Fahrräder.

Jeden Donnerstag fährt die Patscherkofelbahn bis 23 Uhr, die Besucherfrequenz konnte im heurigen Sommer gesteigert werden.

© DaumJeden Donnerstag fährt die Patscherkofelbahn bis 23 Uhr, die Besucherfrequenz konnte im heurigen Sommer gesteigert werden.



Von Denise Daum

Innsbruck – Auf 2000 Metern der Sonne beim Untergehen zuzuschauen, ist schon ein besonders schönes Erlebnis. Am Kofel können das die Gäste jeden Donnerstag genießen. Ohne Stress. Die Bahn fährt bis 23 Uhr, die Gastronomie hat auch so lange offen. „Die Abendfahrten werden sehr gut angenommen. Das Bergrestaurant ist teilweise völlig ausgebucht, auch Schutzhaus und Hochmahdalm sind gut ausgelastet“, freut sich Patscherkofel-Geschäftsführer Thomas Scheiber. Die Frequenz bei den Abendfahrten habe heuer enorm zugenommen, generell ist eine Besuchersteigerung von 30 Prozent zu verzeichnen.

Vor allem die heimische Bevölkerung nutzt die Abendfahrten. „Wir haben die meisten Gäste aus Innsbruck und den Umlandgemeinden, wie dem Mittelgebirge, Sellrain- oder Stubaital“, weiß Scheiber. Viele sind auch noch abends mit dem Mountainbike – oder immer öfter auch mit dem E-Bike – am Kofel unterwegs. Das Verbot der Radmitnahme in den Gondeln sorgt indes immer wieder für Irritationen. Viele Sportler würden nicht nur abends, sondern auch untertags lieber mit der Bahn statt mit dem Rad ins Tal fahren. Scheiber bedauert, diese Möglichkeit nicht anbieten zu können. „Uns sind die Hände gebunden. Das Transportverbot für Räder war eine Bedingung der Agrar als Grundeigentümerin. An diese Vereinbarung müssen wir uns halten“, erklärt Scheiber. Gespräche, eine Lockerung des Verbots zu erzielen, laufen derzeit.

Auch auf der gegenüberliegenden Bergseite laufen Gespräche: Die Nordkettenbahnen arbeiten mit Downhillern und der Bevölkerung auf der Hungerburg an einer besseren Lösung für den Radtransport, wie Geschäftsführer Thomas Schroll erklärt. In drei Wochen soll eine neue Lösung präsentiert und sogleich umgesetzt werden.