Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 26.08.2019


Bezirk Reutte

Eisenzeitliche Wanderung im Außerfern

Christoph Tschaikner begleitete die vier „Kelten“ ein Stück des Weges auf der Via Claudia.

© PaschingerChristoph Tschaikner begleitete die vier „Kelten“ ein Stück des Weges auf der Via Claudia.



Es ist ein schönes Stück Weg, das eine besondere vierköpfige deutsche Wandergruppe vor sich hat. In Kleidung und mit der Ausrüstung eisenzeitlicher Kelten (800 v. Chr. bis 0) sind sie auf den Spuren der vorrömischen Handelswege über die Alpen — und zwar konkret auf der Via Claudia. Gestartet wurde am Samstag am Weißensee oberhalb von Biberwier, Ziel soll am 6. September Meran sein.

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Die vier gehören zu drei verschiedenen „Kelten-Vereinen" aus Deutschland und haben heuer die alte alpenquerende Verbindung ins Visier genommen. Die erste Etappe von Biberwier nach Nassereith galt auch gleich dem Fernpass. Der Weißensee war zwar nur zufällig als Startort gewählt — doch er passte auch thematisch bestens, waren ja dort auch eisenzeitliche Funde gemacht worden, die eine Verwendung des Alpenüberganges schon in vorrömischer Zeit belegen.
Begleitet wurden die „Kelten" durch das Gebiet der einstigen „Räter" von Christoph Tschaikner, Geschäftsführer der Via Claudia Augusta Transnational. „Es ist eine tolle Aktion, die aufzeigen sollte, dass nicht erst die Römer diese Trasse der Via Claudia genutzt haben, sondern dass sie ein schon viel älterer Alpenweg war." In Nassereith begrüßte BM Herbert Kröll die Wanderer, die sich in den kommenden eineinhalb Wochen in Richtung Meran bewegen werden. (TT)



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