Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 27.08.2019


Bezirk Schwaz

Kampf um Sekunden beim „Zillertal Battle“

34 Gleitschirmpiloten hoben beim Bewerb am Melchboden ab.

© Golden Eagles34 Gleitschirmpiloten hoben beim Bewerb am Melchboden ab.



Während in anderen Teilen Österreichs auch heuer wieder von einem heißen „Jahrhundertsommer" die Rede ist, wird er den Tirolern eher wegen seiner Unbeständigkeit in Erinnerung bleiben. Ganz besonders den Gleitschirm- und Drachenfliegern. Dreimal musste der Zillertaler Club „Golden Eagle­s" seinen Gleitschirmwettbewerb „Zillertal Battle" wegen der Wetterverhältnisse absagen.

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Vergangenes Wochenende war es dann so weit, obwohl auch da nur bescheidenes bzw. schwieriges Flugwetter herrschte und die Prognosen nicht sonderlich waren. Dennoch fanden doch 34 Piloten aus Österreich, Deutschland, Polen, Russland, Italien, Bulgarien und Neuseeland den Weg ins Zillertal, um in die Lüfte zu gehen.

Am Samstag wurde eine Bewerbsstrecke zwischen Finkenberg und Kaltenbach auf einer Distanz von 30 km festgelegt — dabei starteten die Piloten am Melchboden und mussten sechs Wendepunkte absolvieren, das Ziel befand sich beim Landeplatz Bruggerstube im Mayrhofner Ortsteil Hollenzen. Als Erster überflog Thomas Walder mit einer Zeit von 1:20:14 die Ziellinie, der Zweite, Franz-Josef Egge­r, kam mit nur vier Sekunden Rückstand ins Ziel, Dritter wurde Markus Tranninger. Es war ein spannender Kampf unter den drei Österreichern im Endanflug um Platz 1.

Am Sonntag war die festgelegte Flugstrecke zwischen Mayrhofen und Fügen 33 km lang. Gestartet wurde wieder am Melchboden — Ziel Lande­platz Bruggerstube. Sieger war neuerlich Thomas Walder (1:53:00), Zweiter wurde Loui­s Tapper (NZ) mit drei Sekunden Rückstand, Dritter Franz-Josef Egger. Thomas Walder, der Sieger des Zillertal Battle 2019, konnte sich somit über das Sieger-Preisgeld von 1000 Euro freuen und darf zusätzlich auch den „Ring of Glory" tragen. (TT)