Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 21.09.2019


Bezirk Schwaz

Mit dem Bummelzug auf den Spuren der Fugger in Schwaz

Die Stadt Schwaz ist um eine Attraktion reicher: Der Fugger Express verbindet die Sehenswürdigkeiten am Rand der Stadt mit dem Zentrum.

Das Maskottchen Karwendolin des TVB Silberregion Karwendel hat schon eine erste Spritztour mit dem neuen Fugger Express unternommen.

© FankhauserDas Maskottchen Karwendolin des TVB Silberregion Karwendel hat schon eine erste Spritztour mit dem neuen Fugger Express unternommen.



Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – So mancher Schwazer hat ihn in den vergangenen Tagen bereits in der Stadt gesichtet. Gemächlich hat er nämlich schon ein paar Proberunden gezogen. Nun war es so weit und er wurde offiziell eingeweiht: der Fugger Express.

Groß und Klein können seit heute von Donnerstag bis Sonntag dreimal täglich mit dem Bummelzug durch Schwaz fahren. „Der Fugger Express verbindet die wichtigsten Attraktionen am Rand der Stadt mit jenen im Zentrum“, sagt TVB-Obmann Andreas Jenewein. Den Namen hat der Bummelzug durch ein Projekt zur „Europäische Fuggerstraße“ erhalten. Sämtliche Städte auf der Route der damaligen Handelsfamilie sollen dazu auf ihre städtischen Besonderheiten in Bezug auf die Fugger hinweisen.

Einen Bummelzug zu allen Schwazer Attraktionen hat es bereits einmal gegeben. „Es hat geheißen, dass der ein Flop war, aber das heißt nicht, dass man manche Dinge nicht nochmal versuchen kann“, meint Jenewein. Und VBM Martin Wex gibt ihm da Recht: „Damals ist der Zug eine viel größere Runde gefahren, das war zu lang.“ Diesmal sind nur sechs Haltestellen vom Planetarium über den Knappensteig, das Silberbergwerk bis hin zum Fuggerhaus bzw. Franziskanerkloster, Rathaus und zur Pfarrkirche dabei. Etwa eine Dreiviertelstunde können bis zu 40 Personen unterwegs sein. „Es läuft mit dem Hop-on-hop-off-Prinzip, sprich, man kauft ein Ticket und kann den ganzen Tag aus- und einsteigen, wo man will“, erklärt TVB-GF Elisabeth Frontull.

Der Fugger Express fährt noch bis Ende Oktober. Tickets gibt’s im Tourismusverbandsbüro, der Schatzkammer in der Altstadt oder beim Schaffner. Während der Fahrt erhalten die Besucher zudem Infos zur Stadt und ihren Sehenswürdigkeiten. Der TVB investierte rund 70.000 Euro in den gebrauchten Zug. Ein Elektromodell hätte wesentlich mehr gekostet. „Das können wir dann andenken, wenn sich der Express bewährt und gut läuft“, sagt Jenewein.

Der TVB will den Bummelzug außerhalb der Fahrtzeiten auch für Veranstaltungen zur Verfügung stellen.