Letztes Update am So, 08.03.2015 10:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Splitboards

Der erste Kratzer ist immer der tiefste

Zwei Bretter beim Raufgehen, eines beim Runterfahren. Fast jeder Snowboard-Hersteller hat inzwischen Splitboards im Programm. Oder man baut sich selbst eines. Wie beim Spurart-Workshop in einer Innsbrucker Werkstatt. Einzige Gefahr: Das Unikat ist fast zu schön für den Schnee.

Schleifen mit Liebe. Beim Spurart-Workshop im Innsbrucker Stadtteil Hötting entstehen Unikate.

© WeingartnerSchleifen mit Liebe. Beim Spurart-Workshop im Innsbrucker Stadtteil Hötting entstehen Unikate.



Das ist nur ein Gebrauchsgegenstand.“ Schritt. „Das ist nur ein Gebrauchsgegenstand.“ Schritt. „Das ist nur ein Gebrauchsgegenstand.“ Wie in Trance fühlt sich die Tour hinauf aufs Naviser Kreuzjöchl an. Wieder ein Krach, nicht laut, aber in meinem Kopf entsteht ein Geräusch, das so klingt, als würde jemand einen Schraubenzieher in einen Spitzer drehen. Bitte keine Kratzer. Dabei sind nur die zwei Bretter des Splitboards beim Hinaufgehen kurz aneinandergeraten – wie gefühlte 1000-mal bei dieser Tour. Splitboards sind die genial einfache Alternative für Snowboarder, die bislang ihr Brett am Rücken auf den Berg schleppen mussten. Beim Hinaufgehen sind es zwei Bretter wie Tourenskier, beim Hinunterfahren zusammengebaut ein Snowboard. „Das ist nur ein Gebrauchsgegenstand.“ Was genau hatte Bene beim Selbstbau-Workshop vom Innsbrucker Unternehmen „Spurart“ gemeint? „Es ist ein ganz spezielles Gefühl, mit etwas am Berg zu sein, das man selbst gebaut hat.“ Ja, im Moment ist es ein gespaltenes Verhältnis, zwischen Freude über das neue Splitboard und Angst, es zu verletzen.

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