Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.10.2017


Genuss

Regionales schmeckt immer noch

Der A-la-Carte-Gourmetführer wartet mit keinen Überraschungen an der Spitze auf.

© Relais & Châteaux RosengartenSimon Taxacher bleibt der beste Koch Tirols.



Innsbruck – Beim Thema Spitzenkoch in Tirol fällt einem automatisch der Name Simon Taxacher ein – zu Recht. Denn der Kirchberger hat es einmal mehr geschafft, im druckfrischen A-la-Carte-Gourmetführer 2018 als bester Koch in Tirol angeführt zu werden (Rosengarten, 98 Punkte/5 Sterne).

Insgesamt scheinen bundesweit 22 Spitzenrestaurants in dieser Kategorie auf, sie erkochten 95 bis 99 Punkte. Dafür waren in den vergangenen Monaten rund 60 Privatpersonen bundesweit unterwegs und testeten 963 Lokale.

Mit 99 Punkten haben es gleich zwei Köche an die Spitze geschafft – und zwar Andreas Döllerer (Döllerer’s Genießerrestaurant, Golling/Salzburg) sowie Heinz Reitbauer (Steirereck/Wien). Beide befinden sich ebenfalls seit Jahren an der Spitze.

Neben Taxacher waren aber auch noch andere Tiroler Köche erfolgreich und können sich über 5 Sterne freuen: Alexander Fankhauser (Alexander/Fügenberg) erhielt 97 Punkte, Martin Sieberer (Paznauner Stube/Ischgl) 96.

Ein zweiter Ischgler hat es ebenfalls in diese Kategorie geschafft – nämlich Benjamin Parth (Yscla-Stüva/Ischgl), er erkochte 96 Punkte.

Auch bei den Top-Aufsteigern listet der A-la-Carte-Gourmetführer zwei Tiroler auf Platz 2 sowie 3 auf: Mario Döring (Chef’s Table/Telfs-Buchen) sowie Werner Wibmer (Das Inside, Matrei in Osttirol) erhielten 4 bzw. 3 Sterne und im Vergleich zum Vorjahr jeweils 20 Punkte mehr von den anonymen Verkostern. Doch was bekamen die Tester bundesweit aufgetischt? „Wenn man unbedingt einen Trend für die österreichische Küche benennen will, dann ist das nach wie vor die Hinwendung zum Regionalen in all seinen Facetten. Man ist schon so lokal orientiert, dass man sich als Gast mitunter beinahe kindisch über Meeresfisch aus der Bretagne freut“, heißt es dazu im Vorwort des Gourmetführers.

Neben den Spitzenrestaurants des Landes finden Wein-Liebhaber auch einen WeinGuide. Und wer schnell einmal in der Mittagspause seinen Hunger stillen will – auch dafür gibt es jede Menge Tipps. Der neue A-la-Carte-Gourmetführer (D+R-Verlag) ist zum Preis von 25 Euro erhältlich. (i.r.)