Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.12.2017


Rezeptideen

Selbstgemachte Geschenke aus der Küche

Zuhause in der Küche spürt man den Weihnachtstrubel der Einkaufstempel nicht – und doch finden sich darin allerlei Geschenke: selbstgemacht und aus saisonalen Zutaten.

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© Clara Maier/Fair Trade Shop IBK



Von Deborah Darnhofer

Innsbruck – Draußen stürmt es oder ein Einkaufswütiger an einem vorbei. Kalte Luft zieht um die Nase oder der Fettgeruch vom Marktstand. Oh du „besinnliche“ Weihnachtszeit! Drinnen duftet es nach Zimt und Vanille, Knoblauch und Zwiebel. Dann nämlich, wenn Geschenke nicht aus dem Geschäft oder Internet kommen, sondern aus der Küche. Oh du herrliche Weihnachtszeit!

„Selbstgemachtes erfreut viele oft mehr als etwas Gekauftes“, ist Luzia Dieringer vom „feld verein“ aus Innsbruck überzeugt. Sie wollte eine Alternative zum Weihnachtstrubel bieten. Deshalb hat sie einen Kurs veranstaltet, bei dem aus Lebensmitteln wohlschmeckende Geschenke werden: Bratapfel-Sirup, eingelegter Knoblauch und Kürbischutney statt Bücher, Gutscheine und Parfüms. Herz und Magen schlagen höher.

Service

Ein Rezept zu einer süßen Erdäpfel-Mohn-Marmelade und mehr Ideen gibt es auf: faironline.at/blog

Der „feld verein“, der am Samstag (16.12.) im „endlich store“ in der Innsbrucker Jahnstraße seinen dritten Geburtstag feiert, bemüht sich um Aus- und Überschussware vom Feld. Missratenes Gemüse und Obst werden nicht liegen gelassen, sondern eingekocht. Für die Geschenke aus der Küche wurden saisonale und regionale Zutaten vor der Tonne bewahrt.

Lagergemüse ließe sich jetzt besonders gut verwerten. „Chutneys aus Karotten oder Zwiebeln, eine halbsüße Rohnen-Apfel-Marmelade oder mit Orangen eingelegtes Rotkraut“, fallen Dieringer Rezeptideen ein, die zum Weihnachtsschinken passen.

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Um das Richtige zu schenken, sollte auf den Geschmack des Beschenkten geachtet werden. „Am besten kleinere Gläser verschenken. Zwei oder drei verschiedene Arten, damit sich der Beschenkte durchkosten kann.“ Hat man sich für Rezepte entschieden, kann es losgehen: Vor dem Kochen die Gläser gründlich auswaschen und auskochen. „Glassuppe“ nennt es Dieringer. Sie gibt die Gläser für einige Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser. Die Deckel separat auskochen.

Die Gefäße trocknen lassen und in der Zwischenzeit die Geschenke „einkochen“. Gewürze mit Bedacht verwenden. Weniger ist mehr, das Gemüse sollte noch nach Gemüse schmecken. Auch können Anis und Nelken mit der Zeit und Lagerung bitter werden.

„Die gekochte Masse noch heiß in die sauberen Gläser füllen, so hält das Produkt lange“, erklärt Dieringer. Ein breiter Trichter erleichtert die Arbeit. Die Deckel mit einem in Rum oder Essig getränkten Geschirrtuch auswischen, dann die Gläser fest verschließen.

Nun ist Geduld oberstes Gebot: „Chutneys und Marmeladen eine Weile stehen lassen, damit sie ihr volles Aroma entfalten.“

So bleibt Zeit, die Gläser zu dekorieren. Oh du stressfreie Weihnachtszeit!


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