Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.02.2018


Genuss

Antreten zur Butter-Challenge

„GE-meinsam-KOCHT“ zeigte Schülern, wie man einkocht und Speiseabfälle vermeidet.

© Foto Rudy De Moor / Tiroler TageÄpfel haltbar machen: Unter fachkundiger Anleitung stellten die Schülerinnen beim Kochworkshop selbst Apfelmus her.Foto: Rudy De Moor



Von Julia Baumgartl

Innsbruck – Die Schülerinnen der 3. Klasse der Neuen Mittelschule Kettenbrücke in Innsbruck schwangen gestern fleißig die Kochlöffel. Dabei ging es frühmorgens sogar schon um Geschwindigkeit. „Wir haben eine Butter-Challenge gemacht. Die Klasse ist in zwei Gruppen eingeteilt worden und wir haben gestoppt, wer die Butter schneller rühren kann“, erzählt die 12-jährige Maya Mengin.

Grund für die ungewohnte Action war ein Kochworkshop des „Neuen Vereins“, bei dem Schülerinnen zum Thema Nachhaltigkeit und Haltbarkeit selbst Hand anlegten. Die Pilotphase des vom Land Tirol finanzierten „GE-meinsam-KOCHT“-Projektes hat im Schuljahr 2016/2017 an drei Mittelschulen in Innsbruck begonnen. In drei Themenblöcken wurden den Schülern Aspekte wie Resteverwertung, Abfallvermeidung, Lebensmittelvielfalt und Methoden der Haltbarkeit interaktiv nähergebracht.

Im letzten Block stellten die Schülerinnen neben Butter auch Marmelade sowie Apfelmus selbst her und lernten, wie man Gemüse richtig einlegt. „Ich habe nicht gewusst, dass es so viele Möglichkeiten gibt, Lebensmittel haltbar zu machen“, sagt Schülerin Katharina Zanger (13).

Für die Klassenvorständin Edith Öttl ist es vor allem wichtig, dass die Schülerinnen Einblicke in die Praxis bekommen: „In einer ergänzenden Exkursion haben wir mit den Schülerinnen die Markthalle besucht. Für viele war das ein neues und spannendes Erlebnis.“

Das Gelernte färbe auch durch die Erzählungen daheim auf die Eltern ab, was die 12-jährige Nadine nur bestätigen kann: „Was ich in der Schule lerne, koche ich daheim mit meinen Eltern nach. Wir haben zum Beispiel auch schon einmal Marmelade gemacht.“

Zum Abschluss durften die wissbegierigen Köchinnen ihre Kreationen gemeinsam verkosten. Laut dem „Neuen Verein“ soll das Projekt im Idealfall schon nächstes Semester fortgesetzt werden. Bisher stehen allerdings weder umsetzende Organisation noch Finanzierung fest.




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