Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 12.11.2018


Bezirk Kitzbühel

Käsiade: Der „Peak of Quality“ geht heuer nach Vorarlberg

Bei der Käsiade in Hopfgarten wurden wieder die besten Käse ausgezeichnet. Dabei konnten sich die Tiroler 54 Medaillen holen.

© Harald AngererÜber den „Peak of Quality“ freute sich die Abordnung der Alma Bergsennerei, der Preis wurde ihnen von LHStv. Josef Geisler (2. v. r.), Josef Hechenberger, Klaus Dillinger (v. l.) und Sebastian Wimmer (r.) überreicht.



Von Harald Angerer

Hopfgarten i. Br. – Die Sieger sind gekürt und die 14. Käsiade in Hopfgarten ist geschlagen. Und die Krone können heuer die Vorarlberger mit nach Hause nehmen. Der „Peak of Quality“, also der beste unter den mit Gold prämierten Käsen, war heuer der „Vorarlberger Bergkäs­e 6 Monate gereift“ von der Alm­a Bergsennerei Hinteregg, Floria­n Lang. Dieses Produkt konnte sich gegen über 450 Einreichungen durchsetzen.

Aber auch die Tiroler Käser können stolz sein. Insgesamt wurden 196 Medaillen vergeben, davon gehen 54 an Tiroler Produzenten. „Das Niveau wird jedes Mal höher“, sagt Juryleiter Klaus Dillinger. Und das betonen auch die Teilnehmer. „Es wird immer schwieriger, eine Medaille zu gewinnen. Vor zwei Jahren ist es mir nicht gelungen, heuer schon wieder“, sagt Anton Fahringer aus Rettenschöss, der mit seinem Bergkäse die Jury überzeugen konnte.

Nicht weniger als acht Medaillen konnten sich Hermann und Patrik Huber von der Hofkäserei Huber in Galtür holen.
- Harald Angerer

Alle zwei Jahre findet dieser Naturkäsequalitätswettbewerb statt und ein weiterer Trend neben der steigenden Qualität zeigt sich ganz klar. „Die Käser werden immer kreativer“, schildert Dillinger. Das erhöhe die Vielfalt auch für den Konsumenten, das belege auch der Blick in die Käsetheke. Ein Trend sind auch die Käse mit Gewürzzugabe. Hier hätten laut Dillinger auch die bäuerlichen Produzenten die Nase vorne und einen Vorteil. „In kleineren Chargen ist das einfach herzustellen und zudem sind die bäuerlichen Produzenten etwas mutiger“, schildert Dillinger.

Eine sehr positive Bilanz zog auch der Obmann der Käserei- und Molkereifachleute, Sebastian Wimmer, bei der Siegerehrung am Samstagabend in der Salvena in Hopfgarten. „Es ist sehr wichtig, dass die Produkte auch ein Gesicht bekommen. Die Käser arbeiten das ganze Jahr sehr hart und hier werden sie vor den Vorhang geholt“, sagte Wimmer.

Reinhard Brunner von der Käserei Plangger freute sich über den Medienpreis (2. v. l.).
- Harald Angerer

Gratulationen für die Gewinner sprachen auch LHStv. Josef Geisler und Landwirtschaftskammer-Präsident Jose­f Hechenberger aus, welche die Bedeutung der Käseproduktion für Tirol und die Bauern im Land hervorstrichen.

Preisträger aus Tirol

Gewerbliche Produzenten: Käserei Plangger, Niederndorf (5 Medaillen), Sennerei Danzl, Schwendt (6 Medaillen), Berglandmilch eGen/Werk Wörgl (5 Medaillen), Mathias Wibmer „Fröserhof“, Matrei (1 Medaille), Erlebnis Sennerei Zillertal KG, Mayrhofen (6 Medaillen), Lieb Thomas GmbH, Weerberg (1 Medaille), Almsennerei Tauer eGen, Matrei (2 Medaillen), Schaukäserei „Wilder Käser“, Kirchdorf i. T. (2 Medaillen), Zillertaler Heumilch-Sennerei eGen, Fügen (4 Medaillen), Biokäserei Walchsee und Umgebung, Walchsee (1 Medaille), Bio-Sennerei Hatzenstädt, Niederndorferberg (1 Medaille), Bergkäserei Zillertal, Schlitters (1 Medaille).

Bäuerliche Produzenten: Agrargemeinschaft Engalm, Schwaz (1 Medaille), Hofkäserei Huber, Galtür (8 Medaillen), Schönanger Alm, Wildschönau (2 Medaillen), Figerhof Familie Jans, Kals (1 Medaille), Hofkäserei Schörgerer, Oberndorf i. T. (3 Medaillen), Lafferhof, St. Johann i. T. (1 Medaille), Schafkäserei Oberfasser, Westendorf (1 Medaille), Anton Fahringer, Rettenschöss (1 Medaille).