Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 19.06.2019


Bezirk Imst

15 Tiroler Winzer präsentierten 42 Weine in Stams

Das Publikum prüfte die Raritäten mit sehr viel Sachverstand.

© PloderDas Publikum prüfte die Raritäten mit sehr viel Sachverstand.



Das Stift Stams, das selbst nahe Meran einen Weingarten betreibt, bot den geeigneten Rahmen für eine Weinverkostung der besonderen Art. „Weinschmecker", wie Winzer Peter Zoller die Freunde edler Tropfen charmant bezeichnet, konnten anhand 42 ausgewählter Weine von 15 Winzern einen Überblick über den aktuellen Stand des boomenden Weinbaus in Nordtirol gewinnen.

Bereits die Römer legten im Tiroler Oberland Weingärten an, die nach dem Untergang des Römischen Reiches wieder verschwanden. Der nächste Versuch Kaiser Maximilians scheiterte an der kleinen Zwischeneiszeit. Heute gibt es insgesamt 13 Hektar an Tiroler Anbauflächen. Zwischenzeitlich zählt man in Nordtirol, vorwiegend zwischen Innsbruck und dem Oberen Gericht, rund 80 Winzer, 62 schlossen sich im Tiroler Weinbauverband zusammen.

„Auch im Zillertal, in Osttirol sowie in Thaur gibt es Winzer", erklärt Kurt Neurauter, Vorstandsmitglied des Verbandes, „man muss aber sagen, dass das Oberland prädestiniert ist." Mengenmäßig werden die Nordtiroler Weinbauern ihre Kollegen aus traditionellen europäischen Weinbaugebieten nie konkurrenzieren, wohl aber in puncto Qualität. Der Tiroler Weinbauverband und seine Mitglieder bieten auf tirolwein.at neben Informationen zu Winzern auch Hilfestellungen für Neueinsteiger an. (tp)




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