Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 31.05.2015


Gesundheit

Radfahrer bieten Parkinson die Stirn

© WeingartnerDie ersten Radler machten sich gestern in Innsbruck auf den Weg.



Innsbruck – Sie werden sich für das Forschungsprojekt SYMPATH abstrampeln. Parkinson-Patienten und Forscher gleichermaßen. Die einen auf dem Rad, um auf ihre Krankheit aufmerksam zu machen, die anderen an der Universitätsklinik für Neurologie in Innsbruck auf der Suche nach einem Impfstoff gegen diese Krankheit.

Wie wichtig diese Forschung ist, zeigte Neurologie-Uni-Direktor Werner Poewe bei einem kurzen Festakt anlässlich des Starts zum SYMPATH-Radmarathon auf. An die 20.000 Menschen leiden in Österreich an dieser unheilbaren neurodegenerativen Erkrankung des Nervensystems. Jährlich werden es mehr. Große Hoffnungen setzen daher auch die Selbsthilfegruppen, vertreten durch Landesverbands­obmann Hans Rezac, auf diese Forschungen, für die die Firma AFFiRiS AG verantwortlich zeichnet und die laut Markus Mandler bereits in die Erprobungsphase getreten sind. Gleichzeitig sucht man nach einem Impfstoff gegen Multisystem­atrophie (MSA).

Die ersten 25 Radler wurden gestern von der Medizin-Uni-Rektorin Helga Fritsch, dem 2. Landtagsvizepräsidenten Hermann Weratschnig und der Innsbrucker Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider unterstützt. Auf dem Weg nach Wien (Ankunft 6. Juni) sollen es Hunderte radelnde Patienten, aber auch Begleiter werden. Jeder kann sich an den verschieden langen Etappen nach Wien beteiligen. Heute starten die Radler um 13 Uhr in Angath. Um 15 Uhr werden sie dann in Kufstein (Fischergries) erwartet, wo es eine Ausstellung zum Thema Parkinson geben wird. (wo)