Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 13.12.2015


Tirol

ELGA in Tirol ab Mitte 2016 startbereit

In Tirol soll ab dem zweiten Halbjahr 2016 die elektronische Gesundheitsakte ELGA in Betrieb gehen. Für die 821 Wahlärzte ist ELGA nicht verpflichtend.

Eine Betrugserkennungssoftware soll für die Sicherheit der Daten sorgen.

© MühlangerEine Betrugserkennungssoftware soll für die Sicherheit der Daten sorgen.



Wien, Innsbruck – Seit dieser Woche ist die elektronische Gesundheitsakte ELGA in einigen Krankenhäusern in Wien und der Steiermark in Betrieb. Noch sind die Kliniken, die niedergelassenen Ärzt­e und die Apotheken in Tirol nicht an die ELGA-Infrastruktur angebunden. „Ab dem 2. Halbjahr 2016 kann ELGA aber in Tirol starten“, sagt ELGA-Geschäftsführerin Susann­e Herbek.

In den tirol kliniken, die das ELGA-System tirolweit koordinieren und mit einer Arbeitsgruppe auf Schiene bringen, zeigt man sich für den Startzeitpunkt gerüstet: „Wir sind vorbereitet“, so Johannes Schwamberger, Pressesprecher der tirol kliniken. Schritt für Schritt sollen den Tiroler Krankenhäusern die 580 niedergelassenen Vertragsärzte und Apotheken folgen. Die 821 Tiroler Wahlärzte können selbst entscheiden, ob sie sich ein E-Card-System anschaffen und damit in die ELGA-Infrastruktur eingebunden werden.

Wer seine Befunde und Medikamentenverschreibungen nicht mit ELGA zentral gespeichert haben will, kann sich noch immer auf der ELGA-Homepage (www.elga.gv.at) oder unter der Servicenummer 050/1244411 abmelden. Jeder Patient hat auch direkt vor Ort in der Klinik die Möglichkeit „zu sagen, dass er keine Datenspeicherung will“, verspricht Herbek. Zudem kann die Akte daheim geöffnet und Daten für andere nicht sichtbar gemacht werden. (wa)

Elektronische Gesundheitsakte ELGA

Kosten: Bund, Länder und Sozialversicherung haben für den Start Kosten von 130 Mio. Euro (2010 bis 2017) berechnet. Danach sollen die Kosten jährlich 18 Mio. Euro betragen. 129 Mio. Euro sollen im Gegenzug durch das Vermeiden u. a. von Doppelbefunden eingespart werden.

Daten: Sie sind für Patienten mit Bürgerkarte oder Handysignatur im Internet abrufbar. Jeder Zugriff wird protokolliert.

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