Letztes Update am Mi, 05.07.2017 11:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Diabetes

Vorsicht bei Insulin-Pens: Patronen können einreißen oder brechen

Durch Beschädigungen an „NovoPen Echo“ und „NovoPen 5“ von Novo Nordisk kann eine geringere Insulindosis abgegeben werden. Laut Herstellerangaben sind ca. 20.000 Patienten in Österreich betroffen.

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Wien – Menschen mit Diabetes sollten beim Verwenden eines bestimmten Insulin-Pens vorsichtig sein. Beim „NovoPen Echo“ und „NovoPen 5“ des Pharmaunternehmens Novo Nordisk kann die Halterung für die Insulinpatrone bei bestimmten Chargen einreißen oder brechen, informierte das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) am Mittwoch. Dadurch kann eine geringere Insulindosis abgegeben werden.

Die Patronenhalterung muss daher ausgetauscht werden, da einige Halterungen bereits beschädigt sein könnten oder bei Weiterverwendung beschädigt werden können. Laut Herstellerangaben sind ca. 20.000 Patienten in Österreich betroffen, berichtete die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Folgende Chargen sind zurückzugeben:

- „NovoPen Echo: DUG2055 FVG7337-4 DVG1368-5 FVG8132-1 DVG1564-5 FVG8131-6 DVG1566-2 FVG8414-4 DVG1715-1 FVG8997-5 EVG5699-3 FVG8995-4 EVG5946-4 DUG2058 EVG6824-8

- „NovoPen 5“: EVG4360-4 FVG7563-2 EVG2296-2 EVG6821-2 EVG5564-1 FVG7565-1 EVG2296-3 FVG0118-2 FVG7150-2 FVG8531-1 EVG2903-1 FVG0406-2 FVG7336-1 EVG2295-2 EVG2905-1 FVG7562-2 EVG2295-3 EVG6244-3

Patienten im Besitz eines Pens mit einer anderen als der angeführten Chargennummer haben keinen Grund zur Sorge und können darauf vertrauen, dass er ordnungsgemäß funktioniert. Bisher gab es in Österreich keine Probleme bei Patienten, berichtete das BASG. Sollte es zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels kommen, treten Warnsymptome wie gerötete, trockene Haut, Schläfrigkeit, Müdigkeit, trockener Mund, fruchtiger bzw. nach Aceton riechender Atem, häufiger Harndrang, Durst, Appetitlosigkeit, Krankheitsgefühl (Übelkeit oder Erbrechen) auf.

Für den Austausch der Patronenhalterung beim Hersteller müssen sich Betroffene mit ihren Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Anzahl der betroffenen Patronenhalterungen) entweder über die Internetseite der österreichischen Niederlassung (www.novonordisk.at) oder direkt auf der internationalen Firmenwebseite von Novo Nordisk (www.novonordisk.com) registrieren. Alternativ kann auch der Novo Nordisk-Kundenservice telefonisch oder per e-mail kontaktiert (Tel.: 0800 24 00 45, e-Mail: kundenservice@novonordisk.com) werden, um per Botendienst Ersatz für die betroffene Patronenhalterung zu erhalten. (APA)