Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.10.2017


Tirol

Tiroler Bündnis gegen Depression

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© iStockphoto/AdrianHillmanSymbolfoto.



Innsbruck – Depressionen gehören auch in Tirol zu den häufigsten psychischen Störungen. Mehr als 30.000 Tirolerinnen und Tiroler leiden an Depressionen. „Die Arbeitsfähigkeit der von Depressionen betroffenen Menschen wird durch diese Krankheit enorm eingeschränkt. Depressionen verringern die kognitiven Fähigkeiten, die Konzentrationsfähigkeit sowie das Erinnerungsvermögen“, berichtet Univ.-Prof. Hartmann Hinterhuber, Sprecher des Tiroler Bündnisses gegen Depression, anlässlich des Welttages für psychische Gesundheit am 10. Oktober.

Schätzungen zufolge müssen rund zehn Prozent der arbeitenden Menschen wegen Depressionen eine Auszeit nehmen, im Schnitt 36 Arbeitstage pro Jahr. Das sind dreimal mehr als bei anderen Krankheiten. Auch die Zahl der Frühpensionierungen wegen psychischer Erkrankungen ist stark angestiegen. Der Welttag für psychische Gesundheit steht heuer im Zeichen der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz.

„Depression ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und wird deshalb nicht immer als solche erkannt. Man schätzt, dass fast die Hälfte der von Depressionen Betroffenen nicht behandelt werden“, erklärt Hinterhuber: „Betroffene, aber auch deren Familien, Freunde und Kollegen sollten unbedingt Hilfe suchen und diese auch erhalten. Die Einrichtungen, die sich im Tiroler Bündnis gegen Depression engagieren, leisten dafür einen unschätzbar wertvollen Beitrag“, ist Hinterhuber fest überzeugt.

Am Freitag, 13. Oktober, von 9 bis 20 Uhr, und am Samstag, 14. Oktober, von 9 bis 18 Uhr, informiert das Bündnis gegen Depression unter dem Motto „Schlecht drauf? Wohin?“ im Innsbrucker Einkaufszentrum Dez über die Krankheit Depression. (TT)




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