Letztes Update am Do, 12.10.2017 16:30

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gesundheit

Grippezeit steht vor der Tür: Experten raten zur Impfung

Ende Oktober beginnt laut Experten die beste Zeit, um sich gegen Grippe impfen zu lassen. Besonders ältere Menschen und chronisch Kranke sollten eine Immunisierung in Betracht ziehen.

© KeystoneSymbolfoto.



Wien – Die Influenza 2017/2018 steht vor der Tür. Die österreichischen Experten raten zur Impfung. Wie gut aber die Vakzine vor allem gegen Infektionen mit A(H3N2)-Viren vom aktuellen Typ wirken, ist unklar, möglicherweise ist das nicht optimal. Trotzdem haben Immunisierte im Vergleich zu Nicht-Immunisierten Vorteile, heißt es jetzt in einer Stellungnahme des Nationalen Impfgremiums.

„Die jährliche Influenzaimpfung wird für alle, die sich schützen wollen, empfohlen, ganz besonders aber für die im Österreichischen Impfplan angeführten Personengruppen mit Risikofaktoren (z.B. ältere Menschen, chronisch Kranke etc.; Anm.). Eine Vorhersage, wie gut der Einzelne gegen Influenza in der kommenden Saison geschützt sein wird, ist nicht exakt möglich. Gegenwärtige epidemiologische Daten deuten an, dass die im Impfstoff enthaltene A(H3N2)-Komponente möglicherweise keine optimale Schutzwirkung haben wird“, schrieben die Experten.

Immunisierte insgesamt im Vorteil

Insgesamt seien die Immunisierten aber im Vorteil. Selbst wenn sie erkrankten, verlaufe die Infektion zumeist milder und kürzer. Es träten weniger Komplikationen auf. Seltener sei auch ein Spitalsaufenthalt. „Die beste Zeit für die Influenzaimpfung beginnt Ende Oktober“, betonten die Experten.

In diesem Jahr wird bei den inaktivierten Influenza-Vakzinen auch eine mit Antigenen gegen zwei A-Influenza-Viren und zwei B-Influenza-Viren angeboten. Das soll bei den Influenza-B-Infektionen den Schutz verbreitern. Dieser Impfstoff sei besonders für Menschen mit hohen Personenkontakten im Gesundheitswesen, für Lehrer und Kindergärtnerinnen wahrscheinlich von Vorteil. Menschen ab 60 sollten mit einer adjuvierten Vakzine (Zusatzstoff zur Verstärkung der Immunantwort enthalten; Anm.) geimpft werden. Für Kinder und Jugendliche ist auch ein als Nasenspray anzuwendender Lebendimpfstoff (zwei Influenza A- und zwei Influenza B-Typen) zugelassen. In der Wissenschaft gibt es derzeit Diskussionen über die Effektivität. (APA)




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