Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 02.11.2017


Wahrnehmungsstörungen

Was ist bloß los mit meinem Kind?

Gruppenkasperl, Mauerblümchen oder einfach nur „anders“: Kinder mit einer Wahrnehmungsstörung brauchen maßgeschneiderte Therapien, aber vor allem verständnisvolle Eltern.

© iStockphotoWenn das Gehirn Faxen macht: Kinder mit einer Wahrnehmungsstörung können Reize nicht richtig verarbeiten.



Von Kathrin Siller

Innsbruck – Sie rasen stundenlang auf dem Bobbycar herum, wehren sich mit aller Kraft gegen das Anziehen oder geraten beim Einschalten eines Staubsaugers in Panik. „Da stimmt doch was nicht“, spüren die Eltern solcher Kinder intuitiv. Und liegen richtig damit: Denn ihre Söhne oder Töchter haben eine Störung der sensorischen Integration (SI). Die sensorische Integration ist ein neurologischer Prozess, der automatisch abläuft: „Sinnesinformationen von außen und aus unserem Körper strömen im Gehirn zusammen und werden dort verarbeitet. Nur dadurch können wir den Alltag bewältigen und sinnvoll handeln“, erklärt die Präsidentin der österreichischen Gesellschaft für Sensorische Integration, Ergotherapeutin Elisabeth Söchting.

Elisabeth Söchting ist Ergotherapeutin und Psychologin, Praxisinhaberin der SpielStudio Kindertherapie-Praxen in Wien und Präsidentin der Gesellschaft für Sensorische Integration in Österreich (GSIÖ). Infos unter www.sensorische-integration.org.
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