Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 09.11.2017


Gesundheit

Schmetterlingskinder: Hoffnung auf Heilung stirbt zuletzt

Schmetterlingskinder sind unheilbar krank. Der Imster Alois Egger lebt in Österreich als einer von 500 mit der seltenen Hautkrankheit. In einer Salzburger Spezialklinik wird geforscht, der große Durchbruch fehlt.

© Thomas Boehm / TTSchmetterlingskind Alois Egger aus Imst fährt regelmäßig mit seinem Segway-artigen Gefährt zu seiner Arbeit bei der Rettung.Foto: Böhm



Bochum – Am Universitätsklinikum im deutschen Bochum konnte ein Schmetterlingskind gerettet werden: Dem Buben (7) wurde in lebensbedrohlichem Zustand 2015 auf 80 Prozent der Hautoberfläche genkorrigierte Haut eingepflanzt. Sie war aus Stammzellen des Patienten im Labor genetisch repariert worden. Mittlerweile geht es dem Buben wieder gut, seine Haut hält Belastungen aus und heilt normal, berichten die Forscher. Bereits 2014 war das, ebenfalls durch Fachleute aus dem italienischen Modena, bei einer erwachsenen EB-Patientin aus Salzburg mit einem kleineren Stück der Haut gelungen. (APA)