Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 01.02.2018


Gesundheit

Neues Labor für Med-Uni

Eine Blutvergiftung wird zu oft nicht als Notfall angesehen. In mehrdeutige Symptome verpackt, führt sie als Abwehrreaktion des Körpers oft zum Tod. Nur bewusstes und rasches Handeln kann das verhindern.

© iStockTritt eine schwere Blutvergiftung auf, beginnt für die Ärzte der Wettlauf gegen die Zeit.



Innsbruck – Wie wirken sich Blutarmut und Eisenmangel auf den Körper aus, wie hängen sie mit chronischen Erkrankungen zusammen? Wem hilft eine Eisentherapie und wie kann man sie verbessern? Über zwei Milliarden Menschen leiden weltweit an einer Störung des Eisenstoffwechsels.

Damit beschäftigen sich die Forscher im gestern eröffneten Christian-Doppler(CD)-Labor für Eisenmetabolismus und Anämieforschung. „Seit 25 Jahren forschen wir an Eisenmangel­erkrankungen. Es gibt noch sehr viele offene Fragen“, erklärt Laborleiter Günter Weiss. 900.000 Euro werden in den nächsten sieben Jahren in die Erforschung der Blutarmut (Anämie) und des Eisenstoffwechsels fließen. Die Hälfte davon bezahlt die öffentliche Hand. Es ist das insgesamt sechste CD-Labor der Medizinischen Universität Innsbruck. (phi)