Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.06.2018


Gesundheit

Ein Pass spricht für Patienten

Im Gespräch finden Arzt und Patient idealerweise zusammen: Denn für die Heilung eines Kranken ist der Dialog so wichtig wie das medizinische Wissen des Arztes.

© privatKommunikation auf Augenhöhe: Das Gespräch zwischen Arzt und Patienten gilt als Fundament jeder guten Behandlung.Foto: iStock



Innsbruck – In speziellen Workshops erstellt Krankenschwester und Trainerin Martina Permoser mit den Teilnehmern so genannte Biographiepässe. In Zeiten, in denen Patienten unter Stress stehen, z. B. vor einer OP, beim Aufwachen aus der Narkose oder beim Auftreten von Demenz, kann der Pass – neben Blutgruppenkarte oder Herzschrittmacherausweis – Dinge über sie erzählen, die für die Behandlung wichtig sind. „Da wird etwa eingetragen, wer zur Familie gehört, wo sich die Patientenverfügung befindet, was man mag oder auch nicht, Geschmäcker, Gerüche“, erklärt Permoser, die im Juli angehenden Pflegern am AZW die Idee des Biographiepasses näherbringt. „Da kann aber auch drinstehen, dass man nicht von jemandem mit kalten Händen berührt werden möchte oder seinen Kaffee nur schwarz trinkt“, sagt sie. Wer seinen eigenen Biographiepass erarbeiten möchte, kann sich beim Katholischen Bildungswerk (Tel. 0512/22304801) informieren. (ksi)