Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 28.06.2018


Gesundheit

Innsbrucker Med-Uni hat neuen Chef-Pathologen

© MUI/BullockJohannes Haybäck hat in Innsbruck Medizin studiert.Foto: MUI/Bullock



Innsbruck – Nach monatelangen Wirren hat die Medizinische Universität Innsbruck Johannes Haybäck zum Professor für Klinische und Molekulare Pathologie berufen. Der gebürtige Oberösterreicher spezialisierte sich bereits während seines Medizinstudiums in Innsbruck auf die Experimentelle Pathologie.

Danach folgte die Ausbildung zum Pathologen und Neuropathologen. 2010 promovierte er zusätzlich auf dem Gebiet der Naturwissenschaften an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Neben seinen Tätigkeiten als Fach- und Oberarzt am Universitätsklinikum Graz habilitierte er 2011 in Pathologie an der Medizinischen Universität Graz. Haybäck absolvierte außerdem einen Universitätslehrgang für Führungskräfte im Gesundheitswese­n.

Der Träger renommierter Wissenschaftspreise übernahm 2014 die Abteilung für Neuropathologie am Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz und koordinierte darüber hinaus Krebsforschung, Lehre, Aus- und Fortbildung des Krebszentrums Comprehensive Cancer Center (CCC). Parallel zu seinen Tätigkeiten in Graz übernahm er 2016 die Leitung des Instituts für Pathologie an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg.

In der Forschung widmet sich Haybäck etwa der Molekularpathologie. Ein Schwerpunkt liegt auf den Mechanismen der Krebsentstehung. „Auch wenn die Professur in erster Linie eine Forschungsprofessur darstellt, ist die Berufung eine wichtige Grundlage, um die Pathologie an der Medizinischen Universität Innsbruck auch klinisch-diagnostisch weiterzuentwickeln“, erklärt Wolfgang Fleischhacker, Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck. Dazu sollen auch wieder Kooperationen – primär mit den Tirol Kliniken – erarbeitet werden. (TT)