Letztes Update am Fr, 15.03.2019 11:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weltschlaftag

Frauen schlafen mit zunehmendem Alter schlechter

Die Universität Salzburg veröffentlicht zum Weltschlaftag am 15. März Ergebnisse zur Studie „Wie schläft Österreich?“. Demnach schläft ein Drittel der Befragten ziemlich oder sehr schlecht.

Mit dem Alter steigen die Schlafprobleme bei Frauen auf mehr als Doppelte an: Von mehr als 34 Prozent bei Unter-Dreißigjährigen auf 72 Prozent bei Über-Sechzigjährigen.

© iStockMit dem Alter steigen die Schlafprobleme bei Frauen auf mehr als Doppelte an: Von mehr als 34 Prozent bei Unter-Dreißigjährigen auf 72 Prozent bei Über-Sechzigjährigen.



Salzburg, Innsbruck – „Wie schläft Österreich?“ fragten sich Schlafforscher der Universität Salzburg vor exakt einem Jahr und begannen mit einer Onlineerhebung. 1000 Personen wurden seitdem zu ihren Schlafgewohnheiten, Schlafproblemen, Zeitumstellung und ihrer Smartphone-Nutzung befragt.

Das Ergebnis überrascht auch die Forscher. Ein Drittel der Teilnehmer gibt an, schlecht schlafen: 28,1 Prozent ziemlich schlecht, 2,9 Prozent sehr schlecht. Als Grund für den unruhigen Schlaf wird meist Stress in der Arbeit genannt. 20 Prozent der Männer gibt sogar an durch schlechten Schlaf sogar schon einen Unfall oder Beinahe-Unfall gehabt zu haben. Bei den Frauen sind es zwar nur zwölf Prozent, bei ihnen verschlechtert sich das Schlafverhalten aber mit dem Alter.

Mit dem Alter steigen die Schlafprobleme auf mehr als das Doppelte an: Von mehr als 34 Prozent bei Unter-Dreißigjährigen auf 72 Prozent bei Über-Sechzigjährigen. Bei Männern steigt die Zahl der Betroffenen von 31 Prozent auf 45 Prozent. Während jeder zehnte Mann über 60 sehr gut schläft, trifft das nur auf jede 20. Frau zu.

Die Studie ergab außerdem dass sich die wenigstens Befragten von der Zeitumstellung belastet fühlen. 87 Prozent gaben an, durch das Vor- und Nachstellen der Uhr nicht oder nur leicht zu leiden.

Zuletzt haben die Forscher die Smartphone Nutzung vor dem Schlafengehen abgefragt. Fast die Hälfte gibt an, das Handy weniger als zehn Minuten vor dem Licht-Ausschalten noch zu verwenden und sich so – ungewollt – um das ungestörte Einschlafen zu bringen.

Allerdings verwenden junge Männer, die das Handy besonders oft mit ins Bett nehmen, als Gegenmaßnahme sehr oft Blaulichtfilter (90 Prozent der Männer unter 29; 41 Prozent der Frauen unter 29). (TT.com)