Letztes Update am Fr, 11.10.2019 08:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA

USA melden 26 Tote: Todesfälle nach E-Zigaretten-Konsum rätselhaft

E-Zigaretten gelten als weniger schädliche Alternative zu herkömmlichen Zigaretten. Doch die Todesfälle häufen sich – allerdings nur in den USA. Die Ursache bleibt rätselhaft.

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© dpa/Marcus BrandtSymbolfoto



Washington – Die Zahl der Toten in den USA nach dem Konsum von E-Zigaretten ist auf 26 gestiegen. Sie sind durchschnittlich 49 Jahre alt gewesen, der jüngste 17, der älteste 75, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC mitteilte. Seit März wurden zudem im Zusammenhang mit E-Zigaretten 1.299 Fälle von Lungenerkrankungen registriert, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag mitteilte. Vergangene Woche hatte die Behörde noch von 18 Tote und 1080 Verletzten gesprochen.

Die Ursachen für die Erkrankungen sind nach wie vor unklar. Die Behörden gehen unter anderem dem Verdacht nach, dass die Erkrankungen durch den Cannabiswirkstoff THC verursacht worden sein könnten, der manchmal der zu verdampfenden Flüssigkeit beigefügt wird. THC ist hauptverantwortlich für die berauschende Wirkung von Cannabis.

Elektrische Zigaretten haben in den USA und in vielen anderen Ländern in den vergangenen Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Die Zigaretten, bei denen nikotinhaltige und aromatisierte Flüssigkeit verdampft wird, galten eigentlich als weniger schädliche Alternative zu herkömmlichen Zigaretten. Allerdings sind die gesundheitlichen Auswirkungen bisher nur wenig erforscht.

Ein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen ist in Europa bislang nicht bekannt. In Österreich und Deutschland sind die Zusammensetzungen der Wirkstoffe von E-Zigaretten strenger reguliert als in den USA. (APA/AFP)

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