Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.03.2018


Lifestyle

Weitläufig, mondän, mit viel Freiraum

Die Tiroler PR-Lady Charlotte Sengthaler und ihr Partner, der Hotelplaner Herbert Waibl, haben ihr Penthouse in Innsbruck gegen eine Arztvilla mit riesigem Park im Wienerwald getauscht.

© hoe



Von Peter Hörhager

Hainfeld – Durchs Schlafzimmerfenster grüßen Frau Hitt und die anderen Bergriesen der Nordkette, auf der Terrasse öffnet sich der Blick auf Martinswand und die Oberinntaler Gipfel, auch die Serles und der Patscherkofel liegen im Blickfeld. Wobei dieser Panoramablick im Sommer sogar vom Pool aus genossen werden kann. Und trotzdem – Charlotte Sengthaler und Herbert Waibl haben diesen Aussichtspunkt, den ihr Penthaus in Mentlberg bot, gegen eine sanftere und weitläufigere Landschaftsform getauscht – den Wienerwald und die Voralpen. „Viele Tiroler betonen ja lautstark, dass sie ohne Berge nicht leben können“, lacht Herbert Waibl, „wir haben kein Problem damit. Im Gegenteil – hier ist alles viel freier und, was noch wichtiger ist, hier gibt es keinen überbordenden Straßenverkehr, keine großstadtbedingte Hektik, hier ist der Begriff Entschleunigung nicht nur ein Schlagwort, hier lebt man sie.“ Nachsatz von Charlotte Sengthaler: „Wir leben im Grünen, ich benötige aber zur Fahrt nach Wien nicht viel länger als zu Stoßzeiten durch Innsbruck.“

Kurzum: Im Jahre 2013 übersiedelte das Paar in sein neues Domizil, das Herbert Waibl im Internet ausgemacht hatte. Wobei der Wohnortwechsel eine ganz und gar pragmatische Ursache hatte. „Mein geschäftlicher Mittelpunkt hat sich mehr und mehr nach Wien verlagert“, nennt ihn Charlotte Sengthaler. Die Tirolerin betreibt ja ein PR-Büro (e & k public relations) und hatte einst mit Univ.-Prof. Georg Bartsch das Mini-Med-Studium ins Leben gerufen, das sich zur führenden Gesundheitsveranstaltungsreihe Österreichs entwickelte und inzwischen von der RMA Gesundheit weitergeführt wird. Und auch in Wien blendet sie das Tirolische nicht aus. Sie ist Vorstandsmitglied im „Club Tirol“, der rund 400 Mitglieder zählt und den sie gemeinsam mit Präsident Julian M. Hadschieff gegründet hat.

Es ist keine schlechte Wahl, die Charlotte Sengthaler und Herbert Waibl getroffen haben. Es handelt sich um eine mondäne, im Jahr 1979 gebaute Arztvilla, die auf ­einem 4000 qm großen Grundstück steht und inklusive der früheren Ordinationsräume (die jetzt als Büroräume für die Firma von Charlotte Sengthaler dienen) über eine Wohn-Nutzfläche von 650 qm verfügt. Müßig zu erwähnen, dass das Objekt vor dem Besitzerwechsel von Herbert Waibl auf Herz und Nieren geprüft wurde. Er ist ja Profi, das von ihm gegründete und geleitete Planungsbüro, die Waibl & Partner GmbH, plante ja mehr als 800 Hotels und wurde damit zu einem der erfolgreichsten Hotel-Planungsbüros im Alpenraum. Anzuführen sind diesbezüglich unter anderem das Trofana Royal in Ischgl, der Lärchenhof in Erpfendorf, der Krallerhof in Leogang, der Jesacherhof in St. Jakob i. Defereggen oder das Wohlfühlhotel Edelweiß in Großarl bzw. Berchtesgaden.

„Eine gut durchdachte Planung, eine perfekte Raumaufteilung“, lobt Herbert Waibl beim Rundgang. Die zwei Tiroler beließen einen Großteil der gediegenen, in edlen Materialien ausgeführten Einrichtung der Erstbesitzer, mischten aber logischerweise Altes mit Neuem und integrierten Persönliches, wie Kunstwerke, ererbtes Mobiliar oder/und früher erworbene bzw. lieb gewonnene Gegenstände. Beim Rundgang öffnen sich immer wieder überraschende Durchblicke. Das riesige Wohnzimmer, eine großzügige Bar, ein großes, auch nach außen zu öffnendes Hallenbad, ein Musikzimmer, ein gut bestückter Fitnessraum – die großzügige Raumaufteilung lässt keine Wünsche offen. Nicht zu vergessen die Küche, in der Herbert Waibl, der ein ebenso begeisterter wie innovativer Koch ist, das Zepter bzw. den Kochlöffel schwingt.

Und dann gibt es noch den großen Freiraum – den riesigen Garten mit Naturteich sowie großen und kleinen Genussnischen für Freiluft-Partys, zum Essen sowie Relaxen … „Wir haben den bestehenden Urwald gelichtet“, erzählt der Hausherr, „und 70 Bäume gefällt.“ Nachsatz: „Es liefern aber immer noch 30 große Bäume genügend Schatten und Unterschlupf für viele Vögel.“ Und jetzt – das Klima im Wienerwald ist halt doch etwas milder – blühen im Park bereits Primeln, Schneeglöckchen und erste Tulpen.




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