Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 04.11.2017


Reise

Tirol als treuer Reisebegleiter

Wenn Klaus Wendling und Maria Schuhberger auf weltweite Reisen gehen, ist Tirol immer mit dabei. Zwei Heimatverbundene und ihre Ausflüge rund um den Globus.

© WendlingDer Höhepunkt: Maria Schuhberger und Klaus Wendling erreichen am 6. September 2017 den Gipfel des Kilimanjaros.



Von Philipp Schwartze

Kitzbühel – „Man muss einfach raus und die Welt sehen“, sagt Klaus Wendling. Der nimmermüde, reisebegeisterte Kitzbüheler will dabei aber nie ganz auf Tirol verzichten: „Ich fühle mich dem schönen Tirol verbunden. Und es gibt keine besseren Botschafter als Reisende, die Tirol in aller Welt herzeigen“, meint Wendling.

Und so sind Fahne, Bergschuhe, Kappe, Polo-Shirt, T-Shirt und Rucksack, alles mit dem Tirol-Emblem, beim 55-Jährigen immer im Gepäck, wenn er mit Freundin Maria Schuhberger auf Reisen geht. Die Tirol-Fahne wehte unter anderem schon auf dem Kilimanjaro, auf Gipfeln in Griechenland oder am Fuße des Matterhorns in der Schweiz.

Kurz zuvor standen die Weltreisenden bereits am Matterhorn.
- Wendling

Dort sorgte sie für Aufmerksamkeit bei einer spanischen Reisegruppe, die sich auch mit der Fahne fotografieren lassen wollte. „Das ist immer recht lustig, wie die Leute reagieren“, sagt Wendling.

Der Kitzbüheler besitzt eine Veranstaltungs-Agentur, nimmt seinen Urlaub für die großen Reiseunternehmungen immer am Stück. „Das bedeutet zehn Monate im Jahr fleißig arbeiten und dann bis zu acht Wochen Urlaub“, erzählt der Reisefan.

Auf seine Reisehöhepunkte angesprochen, muss er kurz überlegen, ehe eine längere Liste folgt. „Mit dem Hubschrauber über Rio de Janeiro oder New York, Fallschirmspringen über Dubai oder am Gipfel des Kilimanjaros zu stehen. Das waren definitiv Highlights.“ Auch Argentinien, Uruguay oder Indien hat Wendling schon besucht. „Wir wollen nicht an der Adria am Strand liegen, sondern im Urlaub aktiv sein und etwas erleben. Am besten mit Menschen aus dem bereisten Land.“

Die Kitzbüheler auf dem Großglockner.
- Wendling

Über die beiden Tirol-Botschafter auf Weltreise dürfte sich auch die Tirol Werbung sehr freuen. „Wir werden aber nicht gesponsert und möchten das auch nicht“, betont Wendling. Er vertritt Tirol, weil ihm das gefällt. Geht einmal ein Tirol-Accessoire kaputt, kauft er es nach.

Auch seine Freundin Maria Schuhberger (43), die in Wien geboren und in Niederösterreich aufgewachsen ist, macht seit zwei Jahren mit. „Sie hat ein Tirol-Kapperl und trägt nicht Wien oder Niederösterreich“, schmunzelt Wendling. Alles andere hätte aber auch nicht zum großen Streit geführt, versichert er.

Die Fotos mit Fahne und Co. macht er eigentlich nur für das private Archiv. Schließlich reiche die Zeit nicht, allen Bekannten, Verwandten und anderen Interessierten die vielen Reiseberichte zu zeigen. Um möglichst viele zu erreichen, veranstaltet er für den Verein „Kitzbühel aktiv“ einen Fotovortrag mit dem Titel „30 Tage Tansania“ inklusive Kilimanjaro-Besteigung. Am 2. Dezember zeigt er, bei freiem Eintritt, ab 17.30 Uhr im Saal der Landesmusikschule Kitzbühel/NMS seine Fotos.

Eine Vision für die nächste Reise gibt es auch schon: von Kitzbühel mit dem Zug über Wörgl, Linz nach Moskau. „Dort steigen wir in die Transsibirische Eisenbahn nach Wladiwostok ein“, schwärmt Wendling. Doch auch nach 9288 Kilometern durch Russland soll noch immer nicht Schluss sein: Chinas Hauptstadt lautet das Ziel. „Von Kitzbühel nach Peking, das sind 15.000 Kilometer“, sagt Wendling. Mit dabei ist dann auch die Tirol-Ausrüstung.

Bei der Ankunft in Kitzbühel haben die beiden nach dieser „halben Weltreise“ sicher viel zu erzählen. Das gehört auch dazu, denn so gerne Wendling reist, so schön ist auch die Rückkehr. „Man kommt nach den schönen Reisen auch immer wieder gerne nach Hause.“