Letztes Update am Sa, 09.06.2018 11:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Reise

Betrug am Flughafen: Zehn üble Tricks – und wie Sie sich wehren

Vom vermeintlich freundlichen Kofferhelfer bis zum dreisten Handy-Betrug: Gerade am Urlaubsziel gelandet, werden Reisende oft leichte Opfer für Diebe. Der Flughafen von Palma de Mallorca warnt vor zehn alltäglichen Betrugsmaschen an Flughäfen.

© pixabay(Symbolbild)



Palma de Mallorca – Der Flughafen von Palma de Mallorca gilt als einer der sichersten der Welt – und doch ist er vor Betrügern und Dieben nicht gefeit. „Es ist immer weise, in fremden Ländern besonders aufmerksam zu sein“, schreibt der Flughafen auf seiner Webseite. Und stellt dann zehn Betrugsmaschen vor, die zum Alltag auf Flughäfen in aller Welt gehören. Besonders dreist: Gerade die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen an den Airports nutzten Diebe inzwischen, um ihren Coup durchzuziehen – etwa bei der Sicherheitskontrolle.

1. DER SCHLANGEN-BLOCKIERER: Die Person vor Ihnen hält die Schlange an der Sicherheitskontrolle absichtlich auf, während sein Komplize, der bereits den Scanner passiert hat, Ihr Gepäck beziehungsweise Wertgegenstände wie Handy, Laptops, Uhren oder Handtaschen mitgehen lässt.

Vorsichtsmaßnahme: Versuchen Sie, keine Gegenstände auf das Laufband zu legen, ehe Sie sicher sind, gleich selbst gescannt werden. Verbergen Sie wertvollere Dinge unter weniger wertvollen. Informieren Sie sofort das Sicherheitspersonal, wenn sich jemand mit Ihrem Eigentum davonmacht.

2. DER ABLENKER: Jemand lenkt Sie ab, sodass Sie Ihren Koffer aus dem Blick verlieren. Eine zweite Person stiehlt innerhalb von Sekunden Geld oder Ausweise aus den Außentaschen.

Vorsichtsmaßnahme: Bewahren Sie Ihre Wertgegenstände nicht alle an einem Ort auf und deponieren Sie eine Kopie Ihres Reisepasses irgendwo sicher.

3. DER WLAN-BETRUG: Sie wählen sich in einen ungesicherten WLAN-Hotspot ein, welcher Dieben Zugang zu Ihren Passwörtern und Konten geben könnte.

Vorsichtsmaßnahme: Achten Sie darauf, dass Sie das offizielle Flughafen-WLAN nutzen. Richten Sie sich auf dem Smartphone eine sogenannte VPN-Verbindung ein – zum Beispiel per App.

4. DER GEPÄCKBANDSCHUBSER: Eine Person stößt Sie an der Gepäckausgabe an und entschuldigt sich. Später realisieren Sie, dass Ihr Portemonnaie fehlt.

Vorsichtsmaßnahme: Verwahren Sie Ihre Wertgegenstände an einem sicheren Platz auf und seien Sie wachsam gegenüber anderen Personen und Ihrer Umgebung. Warten Sie am Beginn des Gepäckbandes, damit Sie Ihren Koffer schnell selbst greifen können.

5. DER KOFFERHELFER: Eine „freundliche“ Person bietet Ihnen an, Ihnen mit dem Gepäck behilflich zu sein, weigert sich aber, es Ihnen ohne entsprechendes Entgelt wiederzugeben.

Vorsichtsmaßnahme: Beauftragen Sie einen offiziellen Gepäckträger des Flughafens, Ihren Koffer zum Taxi oder Auto zu tragen.

6. DER TASCHENDIEB: Wenn Sie den Sicherheitsbereich am Flughafen verlassen, haben Sie Geld und Ausweise oft griffbereit oder noch nicht sicher verwahrt. Findige Taschendiebe sind vor allem in belebten Terminals, Verkehrsmitteln und Geschäften tätig.

Vorsichtsmaßnahme: Wenn Sie zu zweit unterwegs sind, passen Sie gegenseitig auf sich auf – besonders an belebten Autovermietungsschaltern, Bushaltestellen, Taxiständen und in Geschäften.

7. DER HANDY-BETRUG: Verkäufer bieten Ihnen ein Miethandy an. Sie bekämen Ihre Kaution bei Rückgabe zurück. Dass Sie exorbitant hohe Anrufgebühren zahlen müssen, erzählen sie Ihnen natürlich nicht.

Vorsichtsmaßnahme: Auch wenn Ihr Handy nach einem Flug entladen ist oder Sie keinen Empfang haben – gehen Sie nicht auf das Angebot ein. Besorgen Sie sich einen Akku oder ein richtiges Payphone. Recherchieren Sie vor der Reise nach günstigen Mobilfunkanbietern an Ihrem Urlaubsziel.

8. DER FAKE-BEGRÜßER: Sie haben bei Ihrem Hotel einen Abholdienst angefordert. Am Flughafen hält jedoch mehr als eine Person Ihren Namen hoch. Die dreisten Kopierer wollen nicht nur selbst das Geschäft machen, sie könnten auch sehr viel höhere Raten fordern.

Vorsichtsmaßnahme: Lassen Sie sich die Nummer des Taxifahrers im Vorfeld geben.

9. DER BLUETOOTH-LAPSUS: Wenn Sie Bluetooth auf Ihrem Handy aktiviert haben, könnte es sein, dass sich Hacker am Flughafen mit Ihrem Gerät verbinden und sensible Daten stehlen oder einen Virus installieren.

Vorsichtsmaßnahme: Deaktivieren Sie die Bluetooth-Funktion und sichern Sie sensible Daten auf Ihrem Handy mit Verschlüsselungssoftware.

10 DAS KAPUTTE TAXIMETER: Nach Ihrer Taxifahrt behauptet der Fahrer, dass das Taximeter kaputt sei, und berechnet Ihnen mehr als die normale Rate. Oder er nimmt die „schönere“, aber zugleich längere und teurere Route.

Vorsichtsmaßnahme: Buchen Sie im Voraus bei einem seriösen Taxiunternehmen. Vereinbaren Sie vor der Fahrt einen Festpreis. (TT.com)