Letztes Update am Do, 06.09.2018 19:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ryanair

Rückwirkend verschärfte Gepäckregeln: Ryanair rudert zurück

Passagiere, die vor dem 31. August im Normaltarif Flüge in dem Glauben gebucht haben, ein zweites Stück Handgepäck mitnehmen zu können, dürfen nun stattdessen kostenlos ein Gepäckstück aufgeben.

© ReutersDüstere Aussichten: Ryanair hat weitere Flugausfälle bis März kommenden Jahres angekündigt.



Dublin – Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat die rückwirkende Geltung ihrer verschärften Gepäckregeln teilweise wieder aufgehoben. Das teilte die Billig-Airline am Donnerstag mit. Demnach dürfen Passagiere, die vor dem 31. August im Normaltarif Flüge in dem Glauben gebucht haben, ein zweites Stück Handgepäck mitnehmen zu können, nun stattdessen kostenlos ein Gepäckstück aufgeben. Betroffen davon sind nach Angaben von Ryanair etwa zwei Millionen Passagiere.

Ryanair hatte Ende August mit der Mitteilung Aufsehen erregt, dass Passagiere mit Normaltarif künftig nur noch kleine Taschen gratis als Handgepäck mitnehmen dürfen. Ein zweites Gepäckstück, beispielsweise einen Rollkoffer dürfen nur noch „Priority“-Kunden kostenlos mitnehmen. Die Regelung gelte für alle vom 1. September an gebuchten Flüge, spätestens aber zum 1. November, egal, wann die Tickets gekauft wurden.

Laudamotion übernimmt Gepäckvorschriften nicht

Verbraucherschützer hatten damals kritisiert, die Regelung dürfe nicht rückwirkend angewendet werden. Wer Tickets gekauft habe, müsse sich darauf verlassen können, dass die Bedingungen gleich blieben. Dieser Kritik scheint sich Ryanair nun zu beugen. Profitieren sollen davon auch rund 50.000 Kunden, die sich nach Einführung der verschärften Regeln einen „Priority“-Status für ihr bereits gekauftes Ticket dazugebucht hatten; sie bekommen den Aufpreis erstattet.

Für Kunden der österreichischen Ryanair-Tochter Laudamotion gelten die im August verlautbarten neuen Gepäcksvorschriften der Ryanair nicht. Laudamotion übernimmt sie nicht. Die österreichische Airline gehört mehrheitlich den Iren. (APA/dpa)