Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 08.12.2018


Reise

Mit dem E-Bike von Osttirol bis ans Meer

Ziel des grenzüberschreitenden Projekts ist es, Radreiseveranstaltern den Weg von Lienz nach Grado an der Adria schmackhaft zu machen.

Auf der Strecke von Lienz über Friaul bis nach Grado bietet sich ein Eldorado für E-Biker.

© TVBOAuf der Strecke von Lienz über Friaul bis nach Grado bietet sich ein Eldorado für E-Biker.



Lienz – Organisierte E-Bike-Touren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. An diesem Kuchen wollen auch Osttirol und das benachbarte Friaul in Italien mitnaschen. Ein Interreg-Projekt soll den Weg dafür ebnen.

Projektpartner auf österreichischer Seite ist der TVB Osttirol. In Italien sind es unter anderem die Gemeinden Moggio Udinese und Paularo. „Beliebte und bekannte Routen wie zum Beispiel Innsbruck – Verona – Venedig oder der Alpen-Adria-Radweg führen nur an uns vorbei, aber nicht durch“, erklärt TVB-Obmann Franz Theurl bei einem Treffen der Partner in Lienz. „Deshalb wollen wir gemeinsam eine Infrastruktur und die Vermarktung für eine neue Route auf die Beine stellen.“ Ziel des grenzüberschreitenden Projekts ist es, Radreiseveranstaltern den Weg von Lienz nach Grado an der Adria schmackhaft zu machen. Da es sich großteils um alpines Gebiet handelt, sind E-Bikes die erste Wahl beim Radvergnügen. Hauptmarkt für die Bewerbung ist Deutschland.

„Unsere Aufgabe bei dem Projekt ist die Infra­struktur“, sagt Giorgio Filaferro, Bürgermeister von Moggio Udinese. „Dazu gehört die Verfügbarkeit von E-Bikes, die Errichtung von Ladestationen, die Beschilderung und so weiter.“ Man wolle die Gäste ermuntern, auch Ziele in der Umgebung des Haupttrails mit dem Rad anzusteuern. Zusätzlich ist eine App geplant, die alle Infos zu Bike-Routen enthält. Der TVB Osttirol verfügt bereits über eine interaktive Karte für den Bezirk, mit der sich alle Radstrecken virtuell erkunden lassen. In Zukunft soll auch die Region des italienischen Projektpartners in der Karte enthalten sein.

Das Projekt läuft bis 2021 und hat ein finanzielles Volumen von 972.000 Euro. Bis zu 80 Prozent werden gefördert. (co)