Letztes Update am Do, 06.12.2012 12:51

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erfolg im Kampf gegen den Walfang: Südkorea gibt Pläne zur Jagd auf

Südkorea wird keine Jagd zu wissenschaftlichen Zwecken ab dem Sommer 2013 beginnen. Entsprechende Pläne wurden laut Greenpeace fallen gelassen.



Seoul - Südkorea hat nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace seine Pläne, ab Sommer 2013 mit dem „wissenschaftlichen Walfang“ zu beginnen, nun offiziell fallen gelassen. „Dies ist ein Riesenerfolg für den weltweiten Schutz von Walen“, freute sich Antje Helms, Meeresexpertin bei Greenpeace, am Dienstag. „Die Entscheidung Südkoreas gegen den Walfang ist ein weiteres Indiz dafür, dass Walfang nach dem Vorbild Japans in unseren Meeren keinerlei Berechtigung mehr hat.“

In den vergangenen vier Wochen seien mehr als 104.000 Menschen dem Aufruf von Greenpeace gefolgt und hätten Protestschreiben an den südkoreanischen Premierminister Kim Hwang-Sik geschickt. Helms: „Der Protest vieler Menschen in Südkorea und in der ganzen Welt hat es geschafft den Walfang zu stoppen bevor er begonnen hat“, so Helms weiter.

Nach den Regeln der Internationalen Walfangkommission (IWC) hätte Südkorea die Pläne für sein „wissenschaftliches Walfangprogramm“ formell bis zum gestrigen 3. Dezember bei dem internationalen Gremium anzeigen müssen. Die IWC hat gegenüber Greenpeace offiziell bestätigt, dass dies nicht geschehen ist. Auch Regierungsstellen in Südkorea haben Greenpeace-Vertretern zufolge bestätigt, dass die Entscheidung gegen den Walfang vor einigen Tagen getroffen wurde.

Auf dem Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Juli 2012 hatte Korea überraschend angekündigt, ab Sommer 2013 Zwergwale zu „Forschungszwecken“ töten zu wollen. Die Regeln der Internationalen Walfangkommission (IWC) zum seit 1986 gültigen Verbot des kommerziellen Walfangs sehen vor, dass jedes IWC-Mitgliedsland selbstständig eine wissenschaftliche Walfangquote festlegen kann. „Dieses verheerende Schlupfloch im internationalen Walfang-Moratorium wird derzeit von Japan ausgenutzt, um im Südpolarmeer Wale zu töten“, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. (APA)




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