Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 14.08.2015


Web und Tech

Tiroler Start-up sucht Finanzierung im Web

Das Handy auf das Kastl, den Rest macht es selbst: so weit das Konzept hinter Waiqi.

© WaiqiDas Handy auf das Kastl, den Rest macht es selbst: so weit das Konzept hinter Waiqi.



Von Lukas Schwitzer

Innsbruck — „Irgendwas, was jeder brauchen kann“, wollte Fabian Hochheimer bauen. Das Ziel des Wahltirolers, der sich zuvor bereits an der Herstellung von Surfbrettern versuchte, klingt ambitioniert. Zusammen mit seinem Partner Johannes Postler will er es nun aber erreicht haben.

Waiqi nennen die beiden ihr Kästchen, das Smartphones gleichzeitig laden und steuern soll. Mittels Qi-Technologie wird das Gerät geladen, während es einfach nur auf der hölzernen Fläche liegt. Gleichzeitig können aber mit einer eigenen App Voreinstellungen für das Handy gespeichert werden, die dann wieder aktiviert werden. Am Bett etwa kann sich so automatisch der Wecker einschalten und sich der Lautlos-Modus einstellen. Oder in der Küche wird eine WLAN-Verbindung aufgebaut und der bevorzugte wird Musik-Streamingdienst ausgewählt.

Derzeit funktioniert dies noch, indem in der App Profile ausgewählt werden. Künftig soll das Gerät aber in Kombination mit NFC-Verbindungen arbeiten. Dann sei es auch sinnvoll, mehrere der Kästchen an verschiedenen Plätzen in der Wohnung zu haben. Jedes würde dann fixe Einstellungen an das Handy weitergeben.

Das Konzept scheitert derzeit noch an der Finanzierung. „Wir haben bisher knapp 10.000 Euro von unserem eigenen Geld investiert“, erklärt Hochheimer. „Damit wir die App weiterentwickeln können, brauchen wir aber mehr Programmierer.“ Und die wollen bezahlt werden. Förderungen vom Land gibt es für sie keine, empört sich Hochheimer. "Eine bestimmte Förderung haben wir nur deshalb nicht bekommen, weil unser Gerät eine Hülle aus Holz hat." Für das kabellose Laden brauche es aber ein nicht-metallisches Material. "Und ich mag halt Holz." Daher versuchen die beiden ihr Glück nun auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. 12.000 Euro wollen sie so sammeln. Mehr als 2000 wurden ihnen innerhalb weniger Tage bereits zugesagt.

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