Letztes Update am Do, 13.09.2018 06:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ticker-Nachlese

Keynote-Nachlese: Apple enthüllt iPhone Xs, Xs Max und Xr

Weihnachten ist die wichtigste Zeit für Apple. Und deshalb stellt der Konzern im Herbst auch stets neue iPhones vor. Diesmal gibt es größere Displays — und die Möglichkeit, noch viel mehr Geld für ein Apple-Smartphone auszugeben.

© AFPSo sehen das iPhone Xs (l.) und das Xs Max aus. Home-Button gibt es keinen mehr.



Cupertino — Apple setzt für das kommende Weihnachtsgeschäft auf iPhones mit großen Bildschirmen. Die neuen Modelle verzichten zudem komplett auf den traditionellen Home-Button, der einst die Smartphone-Bedienung prägte.

In die Computer-Uhr Apple Watch baute der Konzern erstmals auch ein EKG-Messgerät ein. Die Funktion wird aber zunächst nur in den USA verfügbar sein, wo sie von der Gesundheitsaufsicht FDA freigegeben wurde.

Ein iPhone um 1649 Euro

Das teure Vorjahresmodell iPhone X frischte Apple mit einem leistungsstärkeren Chip und verbessertem Bildschirm auf. Das iPhone Xs hat eine unveränderte Bildschirm-Diagonale von 5,8 Zoll. Nun gibt es zusätzlich auch die größere Version iPhone Xs Max mit 6,5-Zoll-Display. Ihr Gehäuse ist in etwa so groß wie bei den bisherigen Plus-Modellen — aber bei deutlich ausgeweitetem Bildschirm. Das teuerste der neuen iPhones — ein Xs Max mit 512 Gigabyte Speicher — wird in Österreich laut Homepage 1649 Euro kosten. Zugleich beginnen die Preise für das iPhone Xs wie bei der Vorgängerversion bei 1149 Euro.

Auch der Nachfolger des günstigeren iPhone 8 — das neue iPhone Xr — bekam nun das Design, bei dem das Display praktisch die gesamte Frontseite ausfüllt. Damit blieb kein Platz mehr für den Home-Knopf mit einem Fingerabdruck-Sensor. Stattdessen wechselte Apple auch hier zur Gesichtserkennung FaceID. Preise: ab 849 Euro.

Der neue hauseigene "A12"-Chip im Inneren der Geräte hat mehr Rechenkerne und wird daher mit komplexeren Anwendungen auf Basis von maschinellem Lernen fertig. Als Beispiel wurde eine App demonstriert, die in Echtzeit die Bewegungen eines Basketball-Spielers analysieren und Ratschläge geben kann. Apple setzt darauf, Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz auf den Geräten selbst laufen zu lassen, während Konkurrenten wie Google dafür stärker Cloud-Dienste einbinden.

Upgrade für Kameras

Die Kameras bekommen neue Bildsensoren, was die Qualität der Aufnahmen verbessern soll. Mit den leistungsstärkeren Chips können zudem die Lichtverhältnisse genauer analysiert und die Fotos präziser darauf angepasst werden. Bei Porträtaufnahmen kann der Hintergrund nachträglich schärfer oder verschwommener gemacht werden.

Die Modelle Xs und Xs Max haben erneut ein kontrastreiches Display mit OLED-Technologie. Beim iPhone Xr gibt es stattdessen einen günstigeren LCD-Bildschirm und ein Gehäuse aus Aluminium statt Edelstahl. Es wird auch in mehreren Farben wie Rot, Gelb oder Blau angeboten.

Die neuen teureren Modelle bekommen als erste iPhones eine zusätzliche fest eingebaute eSIM-Karte, die auf Netze verschiedener Betreiber umprogrammiert werden kann. Damit wird man ein iPhone mit zwei Telefonnummern nutzen können. Nur bei den in China verkauften iPhones wird man anstelle einer eSIM zwei klassische SIM-Karten ins Gerät einschieben müssen.

Apple Watch als EKG-Messgerät

Bei der neuen Apple Watch ist es dem Konzern gelungen, die Computer-Uhr zu einem EKG-Messgerät zu machen. Ein Nutzer könne ein Elektrokardiogramm erstellen, indem er den Finger für eine halbe Minute an die Krone an der Gehäuse-Seite halte, erklärte Apple-Manager Jeff Williams. Apple ist der erste Anbieter, der einen EKG-Sensor in einer Computer-Uhr unterbringen konnte. Wann die Funktion auch international verfügbar sein wird, blieb offen. (dpa)

Die Apple-Keynote gibt es hier zum Nachlesen: