Letztes Update am Mi, 12.12.2018 19:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Google Suchtrends 2018

,,Wo bin ich“ bis Meghan: Das googelte Österreich 2018

Was haben die Fußball-Weltmeisterschaft, der Bitcoin-Kurs, Avicii und die Mondfinsternis gemeinsam? Ein Blick auf die Google-Trends des Jahres 2018 verrät es.

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Innsbruck — Sportliche Großereignisse, (verstorbene) Prominente und nicht zuletzt ein seltenes Himmelsspektakel haben in diesem Jahr die Google-Suche in Österreich dominiert. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ist der Suchbegriff des Jahres, bei den Promis ist die ehemalige US-Schauspielerin Meghan Markle und nunmehrige Ehefrau von Prinz Harry die Aufsteigerin Nummer eins.

Die Royale Hochzeit verhalf der 37-Jährigen zu Platz 6 der Top-Suchbegriffe sowie der Goldmedaille bei den meist gegoogelten Stars und Sternchen. Silber geht an Schlagersängerin Helene Fischer.

"Year in Search" — Gesammelte Ergebnisse

Das Jahr 2018 war auch wieder durch den Verlust einiger bekannter Menschen geprägt. Der Tod des jungen DJ Avicii bewegte die Österreicher ebenso wie jener des Reality-TV-Stars „Malle" Jens Büchner. Und auch vom Verschwinden Daniel Küblböcks zeigten sich die Menschen betroffen. Sie alle rangieren bei den Suchbegriffen des Jahres hinter der Fußball-WM.

Top 10 Suchbegriffe in Österreich

  1. Fußball WM
  2. Avicii
  3. Daniel Küblböck
  4. Jens Büchner
  5. Olympische Winterspiele
  6. Meghan Markle
  7. Mondfinsternis
  8. Bitcoin Kurs
  9. Australian Open
  10. Wimbledon

Hochwasser in Tirol unter „Schlagzeilen des Jahres"

Die „Themen des Jahres" sind fast alle politischer Natur — während sich die Zeitumstellung Platz eins sichert, scheinen in der Top Ten mitunter auch die Volksbegehren, die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder der 12-Stunden-Tag auf.

Der verheerende Brückeneinsturz in Genua war wiederrum das beherrschende Thema in den Schlagzeilen, dicht gefolgt von der historischen Höhlenrettung in Thailand. Aber auch das Hochwasser in Osttirol hielt die Österreicher in Atem (Platz 7).

Fragen von banal bis kurios

Nicht nur um up to date zu sein, auch für Fragen des täglichen Lebens ziehen sich die Österreicher die Google-Suche zu Rate. Beliebt sind wie jedes Jahr Fragen nach dem Wetter oder Koch-Tipps, aber auch philosophisch anmutende Fragen wie: „Was ist Liebe", „Wer/wo bin ich" brennen den Menschen unter den Fingern.

Wohl zur Auffrischung oder Erweiterung des Allgemeinwissens googelten viele auch vermehrt: „Wie viele Längengrade umfasst eine Zeitzone?", „Wie viele Wochen hat ein Jahr" oder „Was heißt lol?". Manch anderer wollte wiederum wissen, wie man denn einen Granatapfel isst oder wie lange eine Überweisung dauert.

Ungewöhnliche Suchanfragen

  • Was sind Permanenzen?
  • Wann vertikutieren?
  • Was heißt lol?
  • Was soll ich studieren?
  • Wie funktioniert Netflix?
  • Wie lange dauert eine Überweisung?
  • Wie viele Wochen hat ein Jahr?
  • Granatapfel essen wie?
  • Was ist Liebe?
  • Wo bin ich?

Überrascht war das österreichische Google-Team laut Aussendung vor allem von der Frage „Wann vertikutieren?", die ungewöhnlich oft gestellt wurde. Weniger überraschen hingegen ist die Frage „Wo ist der Mond?": Die sommerliche Mondfinsternis und der Blutmond sind beides Begriffe, die heuer oft in die Google-Suchleiste eingetippt wurden.

„Year in Search" nennt der Internetriese Google seine immer zum Jahresende veröffentlichte Liste der Suchbegriffe, die die Interessen der Nutzer am besten widerspiegeln soll: Abgebildet werden nicht die Suchen mit den absolut meisten Anfragen, sondern diejenigen mit dem prozentual größten Zuwachs („trending terms"). Konkrete Zahlen, wie häufig ein Begriff abgerufen wurde oder in welchem Ausmaß er zulegte, werden von Google nicht veröffentlicht. (tst)