Letztes Update am Di, 09.04.2019 13:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Soziale Medien

Urenkel Mussolinis beklagt Diskriminierung durch Facebook

Der Urenkel Benito Mussolins, der auch bei der kommenden EU-Wahl antritt, sieht in der Sperre seines Facebookprofiles eine Diskriminierung aufgrund seines Familiennamens.

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Rom – Caio Giulio Cesare Mussolini, Urenkel von Benito Mussolini, beklagt Diskriminierung wegen seines Familiennamens. Der 50-Jährige, der mit der rechtsnationale italienischen Kleinpartei „Fratelli d‘Italia“ – zu deutsch Brüder Italiens – bei der EU-Wahl kandidiert, erklärte laut Medienberichten am Dienstag, dass Facebook sein Profil gesperrt habe.

„Es ist unannehmbar, dass Facebook meine Seite sperrt, nur weil ich Mussolini heiße. Ich prüfe mit meinen Rechtsanwälte eine Klage“, betonte der Unternehmer. Er beklagte, dass er in sozialem Medien schwer beschimpft, bedroht und verleumdet worden sei, nachdem er seine Kandidatur angekündigt habe. Auch die Chefin von „Fratelli d Italia“ Giorgia Meloni verurteilte die „Hetzkampagne“ gegen Mussolini.

Bereits eine Mussolini Enkelin im EU-Parlament

Der in Argentinien 1968 geborene Enkel von Mussolinis Sohn Vittorio blickt auf eine Karriere als Militär der italienischen Marine und als Manager des italienischen Rüstungskonzerns Finmeccanica zurück. Im EU-Parlament sitzt bereits eine Verwandte von ihm, die Duce-Enkelin Alessandra Mussolini, die für die Mitte-Rechtspartei Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi gewählt worden war. Inzwischen hat die 55-Jährige die Berlusconi-Partei aber verlassen.

Auch Alessandra Mussolinis Halbschwester Rachele hat sich in den Reihen von „Fratelli d‘Italia“ politisch betätigt, allerdings mit wenig Erfolg. Sie sitzt als Oppositionsvertreterin im römischen Gemeinderat. Alessandra und Rachele sind beide Töchter von Mussolinis jüngstem Sohn Romano. (APA)