Letztes Update am Fr, 31.05.2019 09:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Hoffnung für Handybesitzer: Huawei darf wieder Android-Beta anbieten

US-Unternehmen dürfen aufgrund der nationalen Sicherheit nicht mehr mit Huawei kooperieren. Google entzog dem Konzern die Android-Lizenz, Handybesitzer weltweit sind verunsichert. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer.

Huawei wurde von den USA auf eine schwarze Liste gesetzt.

© AFPHuawei wurde von den USA auf eine schwarze Liste gesetzt.



Washington, Shenzhen — Die Fronten im Handelsstreit zwischen den USA und China sind verhärtet, beinahe täglich verhängen die zwei größten Volkswirtschaften der Welt Maßnahmen gegeneinander.

Besondere Aufmerksamkeit hat der Bann des Handyherstellers und Netzwerkausrüsters Huawei seitens des US-Handelsministeriums erregt. Wie berichtet, dürfen US-Unternehmen „aus Gründen der nationalen Sicherheit" nicht mehr mit Huawei kooperieren. Das hatte zur Folge, dass Internetgigant Google dem chinesichen Konzern die Lizenz fürs Betriebssystem Android entzog. Weltweite Verunsicherung bei Handybesitzern war bzw. ist die Folge. Nach wie vor ist nicht ganz klar, wie es um künftige Updates der auch in Europa weit verbreiteten Huawei-Smartphones - sie laufen mit Android - bestellt ist.

Seit Freitag gab es in der Causa zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer. Wie die futurezone berichtet, hat Google unter anderem das Huawei Mate 20 Pro wieder in die Liste jener Geräte aufgenommen, die die Beta-Version von Android Q (dem kommenden Google-Betriebssystem) beziehen dürfen. Vergangene Woche war das Gerät dort entfernt worden. Das könnte darauf hindeuten, dass zumindest die bereits im Handel befindlichen Geräte (beispielsweise das Mate 20 Pro und das P30 Pro) im Herbst ein Update auf Android Q erhalten.

Auch die Organisationen WiFi Alliance, Bluetooth SIG und SD Association haben Huawei nach Kündigung der Mitgliedschaft vergangene Woche wieder aufgenommen. Es sieht also so aus, als dürfte Huawei Standards wie WLAN, SD-Kartenslots und Bluetooth wieder verbauen. Bisher wurden aber weder der Rauswurf des chinesischen Konzerns, noch die Wiederaufnahme kommentiert. (TT.com/reh)