Letztes Update am Mo, 15.07.2019 12:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Greenpeace protestiert bei Amazon gegen Retouren-Vernichtung

Aktivisten von Greenpeace protestieren auf der Amazon-Filiale in Winsen. Die Polizei probiert vor Ort zu intervenieren.

Symbolfoto.

© imago stock&peopleSymbolfoto.



Winsen – Aus Protest gegen die Vernichtung zurückgesandter neuer Ware sind am Sonntagabend rund 40 Greenpeace-Aktivisten auf das Logistikzentrum des Online-Händlers Amazon geklettert. Sie protestierten auch am Montag in der Früh noch auf der Filiale in Winsen im niedersächsischen Landkreis Harburg.

Die Polizei teilte mit, dass Polizisten im Einsatz seien, um eine „kooperative Lösung“ zu finden und die Lage zu beobachten. Der Betrieb sei aber nicht eingeschränkt, es habe keine Auseinandersetzungen gegeben. Laut Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin bei Greenpeace, haben die Aktivisten Banner aufgehängt. Aus Versandkartons wurde ein 27 Meter langer Schriftzug „Für die Tonne“ errichtet.

Anlass für den Protest sei der „Prime Day“ am Montag und Dienstag mit Sonderangeboten für Amazon-Kunden, sagte Wohlgemuth. „Wir wollen auf die klimaschädliche Ressourcenvernichtung bei Amazon aufmerksam machen.“ Nach Angaben von Greenpeace gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf. Marktführer Amazon hatte dazu im Juni erklärt, die überwiegende Mehrheit der zurückgegebenen Produkte komme erneut in den Verkauf, gehe an Lieferanten zurück oder werde je nach Zustand an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Amazon hatte mitgeteilt, dass man rechtliche Schritte gegen die Organisatoren der Aktion prüfe. Diese Art von Protest sei illegal und gefährde unnötig alle Beteiligten und Mitarbeiter. Nach Wohlgemuths Worten planen die Aktivisten, während der „Prime Days“ auf dem Dach zu bleiben und weiter zu protestieren. (APA/dpa)

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