Letztes Update am Do, 15.08.2019 07:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


LGBTIQ

Diskriminierung und Homophobie: LGBT-Videomacher verklagen YouTube

Zahlreiche YouTuber aus der LGBTIQ-Community haben sich zusammengeschlossen, um gegen den Internetgiganten YouTube bzw. Google gerichtlich vorzugehen. Die Videomacher fühlen sich diskriminiert und teilweise um ihre Einnahmen gebracht.

(Symbolbild)

© AFP/Asfouri(Symbolbild)



Innsbruck — Weil sie sich diskriminiert und teilweise um ihre Existenzgrundlage gebracht sehen, haben sich zahlreiche YouTuber aus der LGBTIQ-Community zusammengetan und Klage gegen die Videoplattform bzw. deren Muttergesellschaft Google eingebracht (Anm: LGBTIQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, intersexuell und queer).

Zahlreiche LGBT-YouTuber haben sich zusammengetan, um die Plattform zu verklagen. Sie fühlen sich diskriminiert und teilweise um ihre Existenzgrundlage gebracht.
Zahlreiche LGBT-YouTuber haben sich zusammengetan, um die Plattform zu verklagen. Sie fühlen sich diskriminiert und teilweise um ihre Existenzgrundlage gebracht.
- Screenshot/YouTube

Die Videomacher fühlen sich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. ihrer Geschlechtsidentität von YouTube systematisch diskriminiert. Sie werfen der Plattform beispielsweise vor, ihre Videos schon Minuten nach Veröffentlichung von jeglichen Werbeeinnahmen auszuschließen und ihnen somit ihre Existenzgrundlage zu entziehen. Außerdem sollen völlig unspektakuläre Erzähl-Videos, deren Titel aber Wörter wie „schwul" oder „trans" beinhalteten, von YouTube als bedenklich, obszön und sexuell freizügig eingestuft worden sein.

Klage bei Bundesgericht in Kalifornien eingereicht

Die Gruppe — sie bezeichnet sich als „Rainbow Coalition" — veröffentlichte ein Video, in dem genauer auf die beim Bundesgericht in Kalifornien eingereichtet Klage eingegangen wird. Die Gruppe besteht aus den YouTubern GNews!, Bria Kam und Chrissy Chambers (BriaAndChrissy), Chase Ross (uppercaseCHASE1), Lindsay Amer (Queer Kid Stuff) und Amp Somers (Watts The Safeword). YouTube hat sich bisher nicht dazu geäußert. (TT.com/reh)