Letztes Update am Mo, 07.10.2019 11:16

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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GIF-Gefahr bei WhatsApp: Womöglich Millionen Android-User gehackt

Über eine Sicherheitslücke konnten Hacker monatelang auf die Geräte von Android-Nutzern zugreifen. Experten raten dringend zu einem Update.

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© AFP/SankarSymbolfoto.



Innsbruck — Ein GIF sagt oft mehr als 1000 Worte — derzeit sollte man beim Versenden der animierten Bildchen über WhatsApp allerdings Vorsicht walten lassen. Eine Sicherheitslücke ermöglichte es Hackern, über GIF-Nachrichten Fremdzugriff auf Android-Handys zu erlangen. Wie der Blog thehackernews.com berichtet, wurde das Leck drei Monate lang nicht entdeckt. Mittlerweile gibt es eine Lösung (siehe unten).

Es könnten theoretisch Millionen Android-Nutzer weltweit Opfer von Datendiebstahl geworden sein. Die Sicherheitslücke versteckte sich nicht in WhatsApp selbst. Sie lauerte in manipulierten GIF-Bildern, die in einer Open-Source-Bibliothek lagerten, auf die WhatsApp zugriff. Entdeckt hat die Lücke ein vietnamesischer Sicherheitsforscher.

Die Schadsoftware wurde nicht etwa ausgeführt, wenn man eine schadhafte GIF-Datei erhielt. Sie wurde ausgeführt, wenn das Opfer selbst einem Kontakt eine beliebige Mediendatei schicken wollte. Übers Menü, wo man in WhatsApp Bilder zum Versenden auswählen kann, schlugen die Hacker zu und erlangten Zugriff auf Kamera- und Mikrodaten sowie Chatnachrichten. Wie oft das passiert ist, ist allerdings unklar. Details zur Vorgangsweise finden Sie im Artikel in der Factbox:

Wer ist betroffen?

Betroffen sind Besitzer eines Smartphones mit dem Betriebssystem Android 8.1 oder 9, die die WhatsApp-Version 2.19.230 oder älter installiert haben. iPhone-Nutzer sollen nicht betroffen sein.

Was kann man tun,?

WhatsApp hat ein Update herausgebracht, das das Problem behebt. Es ist im Google Playstore verfügbar. Laut thehackernews.com ist es ratsam, das neueste Update (Versionsnummer 2.19.244) zu installieren. (TT.com/reh)


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