Letztes Update am Di, 08.10.2019 09:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Web und Tech

Musikkonzerne „nervös“ wegen Apples Plänen für Super-Abo

Apple soll ein Kombi-Abo für seine Musik- und Video-Streamingangebote planen und bereits bei mehreren Musikkonzernen angefragt haben.

Symbolfoto.

© REUTERSSymbolfoto.



Cupertino — Apple denkt laut Medienberichten über ein Kombi-Abo für seine Musik- und Video-Streamingangebote nach. Der iPhone-Konzern habe bereits die großen Musikkonzerne dazu angesprochen, schrieb die Financial Times am Montag. Einige von ihnen seien „nervös", weil sie befürchteten, ihre Songs günstiger anbieten zu müssen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Apple steigt im November ins Videostreaming-Geschäft ein. Mit dem monatlichen Preis von fünf Euro bzw. Dollar für Apple TV+ ist das Angebot deutlich günstiger als bei Rivalen wie Netflix. Analysten spekulieren schon seit längerem über eine Art Super-Abo, mit dem Nutzer Zugang zu mehreren Angeboten wie TV+ und dem Musikstreaming-Dienst Apple Music bekommen könnten. Der Konzern äußerte sich bisher nicht dazu. Apple hat mehr als 400 Millionen Kunden in seinen verschiedenen Abo-Angeboten.

Keine konkrete Formel zur Preisbildung besprochen

Mit der Musikindustrie sei noch keine konkrete Formel zur Preisbildung besprochen worden, schrieb die Financial Times weiter. Die aktuellen Verträge sind für den Streaming-Dienst ausgehandelt, der pro Monat die branchenüblichen rund zehn Euro bzw. Dollar kostet — und 15 Euro bzw. Dollar im Familien-Abo.

Apple-Gründer Steve Jobs hatte bei der Musik-Industrie Anfang vergangenen Jahrzehnts den Verkauf einzelner Songs zum Download für 0,99 Dollar durchgesetzt und damit das Geschäft der Branche auf Jahre geprägt. Inzwischen wurde das Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden, zur wichtigsten und zukunftsträchtigsten Einnahmequelle der Musik-Firmen. (APA/dpa)


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

(Symbolbild)Web und Tech
Web und Tech

Twitter präzisiert Regeln für Politiker-Tweets

Twitter hat klargemacht, dass auch Tweets von Politikern in dem Onlinedienst gewissen Regeln unterliegen. So drohen zum Beispiel Konsequenzen, wenn klar und ...

Google präsentierte am Dienstag die vierte Generation seiner "Pixel"-Smartphones.Web und Tech
Web und Tech

„Pixel 4“ vorgestellt: Das ist neu beim Google-Smartphone

Google setzt bei seinem neuen Flaggschiff-Smartphone erstmals auf eine Doppelkamera. Zudem wurden eine Gestensteuerung und neuartige Ohrhöhrer präsentiert.

multimedia
Tim Berners-Lee, der vor 30 Jahren den Grundstein für das World Wide Web lieferte, warnte bereits des Öfteren vor seinem Missbrauch.Web und Tech
Web und Tech

Internet-Erfinder beklagt: „Reiche weiße Männer dominieren das Netz“

Physiker Tim Berners-Lee blickt kritisch auf den heutigen Zustand des Internets. Frauen und Minderheiten seien darin unterrepräsentiert.

multimedia
Der Smart-Rosenkranz wird ums Handgelenk gelegt und aktiviert, indem der Träger damit ein Kreuzzeichen macht.Web und Tech
Web und Tech

„eRosary“: Vatikan präsentiert Smart-Rosenkranz fürs Handgelenk

Um jungen Menschen das Erlernen des traditionellen Gebetes zur Gottesmutter leichter zu machen, hat der Vatikan einen elektronischen Rosenkranz vorgestellt.

multimedia
Der 3D-Drucker brauchte 72 Stunden, um das 7,6 Meter lange Boot auszudrucken.Web und Tech
Web und Tech

Video: Weltgrößter 3D-Drucker druckt 7,6 Meter langes Boot

An der Universität Maine wurden gleich drei Weltrekorde gebrochen: Der weltgrößte Prototyp-Plastik-3D-Drucker druckte das weltgrößte 3D-gedruckte Objekt aus ...

multimedia
Weitere Artikel aus der Kategorie »