Letztes Update am Fr, 11.10.2019 16:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Web und Tech

Google spendete „erhebliche“ Geldmengen an Klimawandel-Leugner

Eigentlich rühmt sich Google damit, ein klimaneutrales Unternehmen zu sein. Nun wurde bekannt, dass der Konzern Organisationen Geld zahlt, die den Klimawandel vehement leugnen.

Symbolfoto.

© AFPSymbolfoto.



Innsbruck — Mit fragwürdigen Finanzspritzen macht der Internetriese Google derzeit von sich reden. Wie der Guardian berichtet, hat der Konzern an mehr als zwölf Organisationen gespendet, die allesamt den Klimawandel leugnen. Wie aus einem Transparenzdokument von Google hervorgeht, sollen unter den Emfpängern der Spenden Gruppen wie das "Competitive Enterprise Institute" (CEI) und die "American Conservative Union" sein. Das CEI soll etwa US-Präsident Donald Trump erfolgreich dazu gedrängt haben, aus dem Pariser Klimaabschutzkommen auszusteigen.

Laut dem Bericht soll Google auch das jährliche Treffen der konservativen Dachorganisation "State Policy Network" (SPN) finanziell untersützen. Zu ihr gehört unter anderem das "Heartland Institute", das gegen die Klimaaktivistin Greta Thunberg wettert. Die SPN-Webseite „Climate Pledge" behauptet außerdem, es gebe überhaupt keine Klimakrise.

Google: Spenden an verschiedenste Organisationen

Google hat sich mittlerweile zu den Spenden geäußert. Demnach bedeute die finanzielle Unterstützung (von „Kollaboration" ist die Rede) nicht , dass man deren gesamte Agenda gut heiße. Man spende an Organisationen aus dem gesamten politische Spektrum, die sich für Technologiepolitik stark machen — so wie das auch bei anderen Unternehmen üblich sei. „Googles Standpunkt in Sachen Klimawandel ist klar", so ein Sprecher. Schon seit 2007 sei das Unternehmen klimaneutral.

Dass der Internetkonzern mit den Spenden konservative Gesetzgeber beeinflussen will, verriet ein Insider dem Guardian. Es gehe um Deregulierung. (TT.com/reh)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Google präsentierte am Dienstag die vierte Generation seiner "Pixel"-Smartphones.Web und Tech
Web und Tech

„Pixel 4“ vorgestellt: Das ist neu beim Google-Smartphone

Google setzt bei seinem neuen Flaggschiff-Smartphone erstmals auf eine Doppelkamera. Zudem wurden eine Gestensteuerung und neuartige Ohrhöhrer präsentiert.

multimedia
Tim Berners-Lee, der vor 30 Jahren den Grundstein für das World Wide Web lieferte, warnte bereits des Öfteren vor seinem Missbrauch.Web und Tech
Web und Tech

Internet-Erfinder beklagt: „Reiche weiße Männer dominieren das Netz“

Physiker Tim Berners-Lee blickt kritisch auf den heutigen Zustand des Internets. Frauen und Minderheiten seien darin unterrepräsentiert.

multimedia
Der Smart-Rosenkranz wird ums Handgelenk gelegt und aktiviert, indem der Träger damit ein Kreuzzeichen macht.Web und Tech
Web und Tech

„eRosary“: Vatikan präsentiert Smart-Rosenkranz fürs Handgelenk

Um jungen Menschen das Erlernen des traditionellen Gebetes zur Gottesmutter leichter zu machen, hat der Vatikan einen elektronischen Rosenkranz vorgestellt.

multimedia
Der 3D-Drucker brauchte 72 Stunden, um das 7,6 Meter lange Boot auszudrucken.Web und Tech
Web und Tech

Video: Weltgrößter 3D-Drucker druckt 7,6 Meter langes Boot

An der Universität Maine wurden gleich drei Weltrekorde gebrochen: Der weltgrößte Prototyp-Plastik-3D-Drucker druckte das weltgrößte 3D-gedruckte Objekt aus ...

multimedia
„Uniti One“ soll trotz eines eher kleinen 12-kWh-Akkus eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern haben.Web und Tech
Web und Tech

Uniti One: Leistbares Elektroauto aus Schweden soll 18.000 Euro kosten

Ein schwedisches Start-up will Elektromobilität für alle leistbar machen. Ab Mitte 2020 soll das erste E-Stadtauto ausgeliefert werden.

multimedia
Weitere Artikel aus der Kategorie »