Letztes Update am Di, 22.10.2019 09:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Web und Tech

Maßnahmen gegen Fake News: Facebook will Propaganda kennzeichnen

Gegen Fake News will Facebook künftig härter vorgehen. Mit gekennzeichneten Beiträgen sollen Nutzer auf mögliche Propaganda oder nicht geprüfte Fakten aufmerksam gemacht werden. Das Online-Netzwerk möchte vor allem Wähler vor Falschinformationen bewahren – auch auf Instagram.

(Symbolbild)

© AFP(Symbolbild)



Menlo Park – Facebook ergreift gut ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl weitere Maßnahmen, um die Verbreitung von Propaganda und gefälschter Nachrichten bei dem Online-Netzwerk und auf Instagram einzudämmen. So sollen künftig staatlich kontrollierte Medien – wie etwa der russische Fernsehsender Russia Today – gut sichtbar als solche gekennzeichnet werden. Zudem wird das Online-Netzwerk bei Beiträgen, die von unabhängigen Faktenprüfern für falsch erklärt wurden, prominenter darauf hinweisen, wie Facebook mitteilte.

Facebook sei in den vergangenen Jahren deutlich besser im Kampf gegen Propaganda und gefälschte Nachrichten geworden, betonte Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einer Telefonkonferenz. Zugleich sei das Online-Netzwerk aber immer ausgeklügelteren Attacken aus Ländern wie Russland, Iran und China ausgesetzt. Facebook gab außerdem bekannt, dass drei Kampagnen aus dem Iran und eine aus Russland entdeckt und gestoppt wurden, die sich als gewöhnliche Nutzer ausgaben. Ihre Beiträge hätten auf Menschen in den USA, Lateinamerika und Nordafrika gezielt.

Facebook war unter massive Kritik geraten, weil das Online-Netzwerk im Umfeld der US-Präsidentenwahl 2016 für groß angelegte Kampagnen aus Russland missbraucht wurde, die darauf zielten, die Spannungen in der US-Gesellschaft zu verschärfen.

Accounts von gewählten Politikern, Wahl-Kandidaten und deren Mitarbeitern sollen in einem Programm mit dem Namen „Facebook Protect“ verstärkt abgesichert werden, hieß es weiter. Schärfer will Facebook gegen Versuche vorgehen, Wähler einzuschüchtern oder zum Beispiel über Ort und Ablauf der Abstimmung falsch zu informieren. (dpa)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren


Schlagworte