Letztes Update am Di, 05.11.2019 10:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Soziale Medien

Facebook wollte Name ändern, erneuerte dann aber „nur“ Logo

Um nicht den Anschein zu erwecken, von diversen Problem bzw. Skandalen davonzulaufen, präsentierte das Netzwerk Facebook „nur“ ein neues Logo, anstatt gleich den ganzen Namen zu ändern.

Das neue Logo des Facebook-Konzerns unterscheidet sich vom Logo des Online-Netzwerks.

© APA/AFP/FACEBOOKDas neue Logo des Facebook-Konzerns unterscheidet sich vom Logo des Online-Netzwerks.



Menlo Park, London — Facebook hat laut seinem Marketingchef eine Namensänderung erwogen, damit den Konzern mit seinen diversen Diensten nicht nur als Betreiber des Online-Netzwerks wahrgenommen wird. Am Ende habe man sich jedoch dagegen entschieden, sagte Antonio Lucio dem Finanzdienst Bloomberg.

Die Firma habe nicht den Eindruck erwecken wollen, dass sie vor Problemen nach Daten-Skandalen und Kritik weglaufe. „Das wäre vom Rest der Welt als unaufrichtig wahrgenommen worden."

Stattdessen stellte Facebook am Montag ein neues Logo mit demselben Firmennamen für den Konzern vor. Es unterscheidet sich vom Logo des Online-Netzwerks und soll künftig häufiger neben anderen Marken des Konzerns wie Instagram und WhatsApp stehen.

Was viele nicht wissen: Instagram und WhatsApp gehören (zu) Facebook

Laut Umfragen wüssten viele Nutzer nicht, dass die Fotoplattform Instagram und der Chatdienst WhatsApp zu Facebook gehören, sagte Lucio. Wenn sie das wüssten, würde dies das Ansehen von Facebook verbessern. Zugleich räumte der Marketingchef ein, dass dagegen eine Marke wie WhatsApp durch die klarere Offenlegung ihrer Verbindung zu Facebook zumindest kurzfristig Schaden nehmen könne. Facebook nehme das aber in Kauf, weil man auf einen langfristigen positiven Effekt hoffe.

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Facebook hatte bereits im Sommer angefangen, den Namen des Konzerns in seinen anderen Apps zu erwähnen. Mit dem neuen Logo soll er nun für die Nutzer unter anderem von Instagram und WhatsApp noch sichtbarer werden. Zum Facebook-Konzern gehören auch der Spezialist für virtuelle Realität Oculus und die Bürokommunikations-Plattform Workplace. (APA/dpa)