Letztes Update am Mo, 28.10.2013 15:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Schein“

Österreicher schicken Spieler in den Sumpf

Was als Studentenprojekt begann, konnte bereits internationale Aufmerksamkeit erregen. „Schein“ ist das Erstlingswerk des Wiener Zeppelin Studios.



Innsbruck/Wien - „Made in Austria“: In der Spieleindustrie ein äußerst selten gesehenes Statement. Österreichische Spiele-Entwickler sind Mangelware und schaffen es auch nur selten, mit ihren Projekten internationale Aufmerksamkeit zu erregen.

Anders das noch junge in Wien angesiedelte Zeppelin Studio. Aus einem Studienprojekt, das das Team im Rahmen des Studiums Game Engineering an der FH Technikum in Wien begann, entstand das Spiel „Schein“ ( www.scheingame.com ). Und das Engagement der österreichischen und deutschen Entwickler wurde auch belohnt: Im Juli gewann Zeppelin den Microsoft Imagine Cup, in dem Studenten ihre ambitionierten Projekte vorstellen können.

„Nicht nur verschaffte uns dieser Erfolg einiges an Prestige, sondern auch ein schönes Grund-Budget“, freut sich Projekt-Manager Michael Benda im Rahmen der Game City in Wien. „Und man lernt durch die aktive Arbeit an einem solchen Spiel mehr über Spiele-Entwicklung als in all den Jahren an der Universität“, schreibt das Team auf der Homepage des Imagine Cup ( http://go.tt.com/16Y7K6J ).

In „Schein“ begleitet man einen jungen Mann auf der Suche nach seinem Sohn durch einen dunklen Sumpf. Ein freundliches Irrlicht ist dabei die einzige Hilfe. Durch das Licht, das dieses von sich gibt, verändert sich die Welt um die Spielfigur, neue Plattformen, aber auch neue Hindernisse werden erkennbar. Die Herausforderung: Das Licht richtig einzusetzen, um sich einen sicheren Weg durch den Sumpf zu bahnen.

In seiner Aufmachung erinnert „Schein“ stark an das Erfolgsspiel „Limbo“, in dem ebenfalls eine von der Seite gesehene Figur durch eine dunkle 2D-Welt gesteuert werden musste. Kleinere Rätsel sollen den Spielfluss etwas auflockern und die Spieldauer auf etwa vier bis acht Stunden bringen. Ein Erscheinungstermin steht noch nicht fest, das Team rechnet aber mit einem Release in den nächsten Monaten. (luk)




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